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Umsetzung völkerrechtlicher Verpflichtungen zur Wiedergutmachung bei Menschenrechtsverletzungen in Österreich

Stadlmayr, Lisa Maria (2012) Umsetzung völkerrechtlicher Verpflichtungen zur Wiedergutmachung bei Menschenrechtsverletzungen in Österreich.
Dissertation, Universität Wien. Rechtswissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Nowak, Manfred
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29684.34875.207460-8
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29684.34875.207460-8

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Abstract in Deutsch

Ziel der vorliegenden Untersuchung ist die Gegenüberstellung völkerrechtlicher Vorgaben zur Wiedergutmachung von Menschenrechtsverletzungen mit den im österreichischen Recht vorgesehenen Wiedergutmachungsmöglichkeiten und die Identifizierung diesbezüglicher Schwachstellen ist. Schwerpunkt bilden die sekundären Rechtsschutzmöglichkeiten, sowie die Umsetzung der Entscheidungen (Urteile und „Views“) internationaler Vertragskontrollorgane. Nach einer Darstellung der völkerrechtlichen Grundlagen der Pflicht zur Wiedergutmachung durch Naturalrestitution, Entschädigung und Genugtuung anhand des allgemeinen Staatenverantwortlichkeitsrechts und internationaler Menschenrechtsinstrumente wird der derart gewonnene Verpflichtungsrahmen dem innerstaatlichen Grundrechtsschutz-Instrumentarium gegenübergestellt. Dazu wird untersucht, welche Möglichkeiten dem Einzelnen innerhalb der österreichischen Rechtsordnung offenstehen, um Grundrechtsverletzungen geltend zu machen und Abhilfe zu erlangen. Jene Rechtsbehelfe, die va auf Beendigung einer andauernden Verletzung abzielen (primärer Grundrechtsschutz), werden dabei nur überblicksartig dargestellt; der Fokus liegt auf jenen Rechtsbehelfen, die „Wiedergutmachung“ (Beseitigung nachteiliger Folgen einer Verletzung) ermöglichen. Es stellt sich diesbezüglich va die Frage, ob die staatlichen Haftungsansprüche nach dem AHG oder nach Sonderhaftungsnormen den völkerrechtlichen Vorgaben entsprechen. Ist die innerstaatliche Reaktion auf eine Grundrechtsverletzung nicht geeignet, adäquate Abhilfe zu schaffen – hat also der innerstaatliche Grundrechtsschutz versagt –, steht dem Opfer uU der Weg an ein internationales Vertragskontrollorgan offen, das eine Verletzung feststellen kann. Im abschließenden Teil der Untersuchung wird dargestellt, welche Möglichkeiten dem Opfer zur innerstaatlichen Umsetzung einer solchen internationalen Entscheidung zur Verfügung stehen, und in welchem Umfang in diesen Fällen Wiedergutmachung erlangt werden kann; beleuchtet wird diesfalls – aufgrund zT fehlender rechtlicher Instrumentarien – insbesondere auch die österreichische Umsetzungspraxis. Ein Überblick über diesbezügliche Best Practice Beispiele schließen die Untersuchung ab. Eine Zusammenfassung bietet einen Überblick über die zentralen identifizierten Schwachstellen des österreichischen Grundrechtsschutzinstrumentariums.

Schlagwörter in Deutsch

Menschenrechtsverletzung / Grundrechtsverletzung / Wiedergutmachung / Umsetzung / EGMR-Urteile / Views / Österreich

Abstract in Englisch

The dissertation undertakes a comparison of international obligations regarding reparation for human rights violations with the existing Austrian framework of remedies to obtain redress and reparation; the study aims for the identification of protection gaps and focuses on remedies to obtain reparation, as well as on the implementation of decisions of international treaty monitoring bodies (judgments, “views”). After analysing the legal basis of the obligation to make reparation in international law (according to principles of state responsibility; obligations under international human rights instruments), the international obligations are contrasted with existing remedies on national level: The study examines remedies aiming for cessation of an ongoing violation, as well as remedies for obtaining reparation for damage caused. One of the main points of interest is the question whether claims under the Austrian system of state liability (Amtshaftungsrecht) or under special liability regimes correspond with the requirements of international law. If the response to a violation of human rights at the national level does not adequately remedy a violation, the victim might complain to an international human rights treaty monitoring body, which can then determine the existence of a violation and, in some cases, award compensation. The final part of the study accordingly deals with existing venues for victims to implement those decisions, it examines to what extent reparation can be obtained; it provides an analysis of Austrian practice regarding implementation of international decisions and an overview of international best practice. The conclusion provides a summary of the main protection gaps.

Schlagwörter in Englisch

Human rights violation / Reparation / Implementation / Judgment European Court of Human Rights / Views UN Treaty Bodies / Austria

Dokumentenart: Hochschulschrift (Dissertation)
AutorIn: Stadlmayr, Lisa Maria
Titel: Umsetzung völkerrechtlicher Verpflichtungen zur Wiedergutmachung bei Menschenrechtsverletzungen in Österreich
Umfangsangabe: XVI, 360, XLIX S.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Rechtswissenschaftliche Fakultät
Publikationsjahr: 2012
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Nowak, Manfred
BeurteilerIn: Nowak, Manfred
2. BeurteilerIn: Kletecka, Andreas
Klassifikation: 86 Recht > 86.85 Menschenrechte
86 Recht > 86.45 Grundrechte
86 Recht > 86.84 Völkerrecht: Allgemeines
86 Recht > 86.20 Schuldrecht
AC-Nummer: AC09608396
Dokumenten-ID: 21861
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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