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Der Einfluss des Sozialkapitals auf die soziale Integration von Patientinnen und Patienten in der Drogenlangzeittherapie

Just, Astrid (2012) Der Einfluss des Sozialkapitals auf die soziale Integration von Patientinnen und Patienten in der Drogenlangzeittherapie.
Dissertation, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Kolland, Franz

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30350.62952.725962-2
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Abstract in German

Der Einfluss des Sozialkapitals auf die soziale Integration von Patientinnen und Patienten in der Drogenlangzeittherapie Ein klinischer Beitrag zur Sozialkapitalforschung Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Patientinnen und Patienten, die eine Drogenlangzeittherapie absolviert haben und seit mindestens einem Jahr nicht mehr Teil der Drogenszene sind und ihrem ursprünglichen Drogenmilieu nicht mehr angehören. Die Arbeit handelt von den zwischenmenschlichen Ressourcen dieser Menschen, die für die soziale Integration nach der Therapie einen erheblichen Beitrag leisten. Diese Ressourcen beziehen sich jedoch nicht wie in der herkömmlichen Forschung und Drogentherapie nur auf soziale Netzwerke, sondern stehen mit Begrifflichkeiten wie Zugehörigkeit und soziales Vertrauen in Verbindung. Sie stellen neben einem Netzwerk an bekannten Personen auch noch eine tiefergreifende Komponente des zwischenmenschlichen Vertrauens dar. Die Ebene dieser Nahbeziehungen wird als Mikroebene bezeichnet und ist Teil eines spezifischen Ansatzes innerhalb der Sozialkapitaltheorie. Darüber hinaus setzt sich die Arbeit mit zwischenmenschlichen Strukturen auseinander, die für ein drogenfreies Leben nützlich sind und genau dadurch die Integration begünstigen, andererseits das Leben eines drogenabhängigen Menschen nach einer Langzeittherapie ungünstig beeinträchtigen können. Diese unterschiedlichen Strukturen werden vor dem Hintergrund der Ergebnisse von Interviews mit Expertinnen und Experten innerhalb des Drogenbereiches sowie Patientinnen und Patienten dargestellt, die eine Langzeittherapie absolviert haben und ihren Alltag drogenfrei bewältigen. Halbstrukturierte Expertinnen- und Experten- sowie problemzentrierte Leitfadeninterviews wurden ausgewertet und die Ergebnisse unter dem Gesichtspunkt der Sozialkapitaltheorie anhand der Methode des Textanalyseverfahrens nach Mayring ausgearbeitet und analysiert. Zum Schluss werden die Ergebnisse im Rahmen einer Zusammenfassung dargestellt. So konnte gezeigt werden, dass besonders Beziehungen zwischen den Drogentherapiepatientinnen und -patienten als Ressource genutzt werden können. Das dabei entstehende Sozialkapital hat neben dem Einkommen und der Bildung eine wesentliche Bedeutung für das Gelingen von sozialer Integration. Außerhalb der Beziehungen zu Mitpatientinnen und -patienten ist es für die ehemals Drogensüchtigen sehr schwer, für sie nützliche Beziehungsstrukturen aufzubauen. Besonders der Milieuwechsels und der Zeitmangel in der Therapie hemmen die Entwicklung von Beziehungen. Denn Scham und Habitus verhindern das Eingliedern in neue Systeme. So müssen die Patientinnen und Patienten andere Wege zur Schaffung von sozialem Kapital finden.

Schlagwörter in Deutsch

Sozialkapital / Drogentherapie / Habitus / zwischenmenschliche Ressourcen / soziale Beziehungen

Abstract in English

The influence of social capital on the social integration of patients of a drug therapy A clinical contribution to the research of social capital This thesis focuses on patients who completed successfully a long term drug therapy and don’t be located in the drug scene and the specific milieu for at least one year. The dissertation concentrates on their related interpersonal resources, which contribute a determining influence on the social integration of patients in the phase after the completion of a drug therapy. In contrast to traditional research and drug therapy strategies these resources do not only relate to a social network but are connected to concepts of social trust, inclusion, and affection. They go beyond the network and personal interactions into a deeper component of interpersonal social trust. In the List of reading references attached, this level of Interpersonal intimacy is called the micro level. It is part of a specific application within social capital theory. In addition the dissertation deals with interpersonal structures, which advantage life without drugs and benefit social integration on the one hand and on the other hand, operate against a stable life of a drug victim after drug therapy. These different structures are shown against the backdrop of interviews with experts of the field of drug therapy and problem focused interviews with patients who completed successfully a drug therapy and manage their everyday life. So called half structured expert interviews and problem focused guided interviews are evaluated and the results are related with the theory of social capital. The scientific concept that will be applied in this work is the process of content analysis after Mayring which elaborated and analyzed the data. Finally the outcome of the qualitative interviews is summarized. It could be shown that especially relationships between patients can be utilized as a resource. The social capital which develops in this process has a considerable significance for successful social integration among financial income and education. For in former time drug abuser it is difficult to build up other useful relationships out of the relationships between patients. Especially the social background, the specific milieu and rare time of drug therapies hamper the development of relationships. Shame and habitus prevent integration. Thus patients must find other options for the creating of social capital.

Schlagwörter in Englisch

Social capital / drug therapy / habitus / interpersonal resources / social relationships

Item Type: Hochschulschrift (Dissertation)
Author: Just, Astrid
Title: Der Einfluss des Sozialkapitals auf die soziale Integration von Patientinnen und Patienten in der Drogenlangzeittherapie
Subtitle: ein klinischer Beitrag zur Sozialkapitalforschung
Umfangsangabe: 293 S.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2012
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Kolland, Franz
Assessor: Kolland, Franz
2. Assessor: Hörl, Josef
Classification: 71 Soziologie > 71.68 Sozial Schwache
71 Soziologie > 71.13 Soziales Milieu
71 Soziologie > 71.66 Sucht als soziales Problem
71 Soziologie > 71.39 Soziale Gruppen: Sonstiges
71 Soziologie > 71.64 Abweichendes Verhalten
71 Soziologie > 71.11 Gesellschaft
AC Number: AC09375132
Item ID: 21147
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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