Universitätsbibliothek Wien

Subjektive Lebensqualität von BewohnerInnen von Trainingswohnungen und begleiteten Wohnplätzen

Bauer, Doris (2008) Subjektive Lebensqualität von BewohnerInnen von Trainingswohnungen und begleiteten Wohnplätzen.
Diplomarbeit, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Forster, Rudolf
Keine Volltext-Freigabe durch VerfasserIn.

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29090.54359.756062-5

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Abstract in German

Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, die Lebensqualität von Menschen mit geistiger Behinderung in Wohnungen mit ambulanter Betreuung („begleitete Wohnplätze“) bzw. Wohnungen mit einer intensiveren Betreuung („Trainingswohnungen“) näher zu beleuchten. 36 Personen wurden dazu mittels strukturierten Interviews befragt. Schwerpunkte der Befragung waren dabei die Bereiche Wohnen, soziales Netzwerk und Freizeit. Das Leben in einer eigenen Wohnung mit ambulanter Betreuung stellt für die BewohnerInnen ein hohes Maß an lebenspraktischen und sozialen Anforderungen dar, welches sich auch in der vorliegenden Untersuchung zeigt. Neben Vorteilen des ambulant betreuten Wohnens wie ein hohes Maß an Selbstbestimmung und Freiheiten, wurden teilweise auch Schwierigkeiten etwa im Bereich der Haushaltsführung von den Befragten angesprochen. In Trainingswohnungen werden BewohnerInnen auf ein selbständigeres Wohnen (z.B. ambulant betreutes Wohnen) vorbereitet. Wie die Ergebnisse zeigen, wird diese Möglichkeit, im geschützten Rahmen eine selbständige Lebensführung zu lernen, von den BewohnerInnen sehr positiv aufgenommen. Kritikpunkte in diesem Zusammenhang wurden in Richtung mangelnde Selbstbestimmung geäußert. Auf die Frage nach der bevorzugten Wohnform zeigt sich der Wunsch der BewohnerInnen beider Wohnformen nach Verselbständigung, d. h. das Bedürfnis, den nächsten Schritt aus der momentanen Wohnsituation in eine größere Selbständigkeit zu machen. Eine Ambivalenz zwischen Selbständigkeit und Betreuung wird dennoch deutlich, z.B. durch die oft erwähnte Bedeutsamkeit der Sozialkontakte innerhalb der Einrichtungen; Kontakte der BewohnerInnen untereinander und auch Kontakte zu BetreuerInnen werden als besonders bedeutsam erlebt, sie stellen einen zentralen Anker der psychosozialen Versorgung dar. Bezüglich der Freizeitgestaltung zeigt sich, dass BewohnerInnen der weniger selbständigen Betreuungsform den Wunsch nach mehr Sozialkontakten bzw. gemeinsamen (organisierten) Freizeitunternehmungen äußern, während auf begleiteten Wohnplätzen Kontakte außerhalb des institutionellen Rahmens eine größere Rolle spielen. An dieser Stelle knüpft das Thema ,Integration’ an, welches unter dem Gesichtspunkt betrachtet werden muss, dass Menschen mit geistiger Behinderung in sozialen Situationen mit Misserfolgserlebnissen und Stigmatisierung konfrontiert sind. Im Rahmen der Betreuung ist es daher wichtig, diesen Integrationsprozess zu begleiten und gemeinsame Anknüpfungspunkte von Menschen mit und ohne Behinderung zu finden. Eine besondere Herausforderung im Betreuungskontext stellt auch das Thema ,Einsamkeit’ dar, welches BewohnerInnen von Trainingswohnungen und begleiteten Wohnplätzen gleichermaßen betrifft.

Schlagwörter in Deutsch

Lebensqualität / Menschen mit geistiger Behinderung / Wohnen / soziales Netzwerk / Freizeit

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Bauer, Doris
Title: Subjektive Lebensqualität von BewohnerInnen von Trainingswohnungen und begleiteten Wohnplätzen
Umfangsangabe: 191 S.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2008
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Forster, Rudolf
Assessor: Forster, Rudolf
Classification: 71 Soziologie > 71.70 Behinderte
AC Number: AC07113915
Item ID: 2076
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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