Universitätsbibliothek Wien

Der "Zigeuner"-Diskurs der Polizei in der Zwischenkriegszeit

Schmid, Gerlinde (2012) Der "Zigeuner"-Diskurs der Polizei in der Zwischenkriegszeit.
Diplomarbeit, Universität Wien. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Freund, Florian
Gesperrt bis: 6 März 2014
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29407.47663.850766-0
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Abstract in Deutsch

Die Arbeit geht der Frage nach, warum der „Zigeuner“-Diskurs der Polizei in der Zwischenkriegszeit ein Gewaltdiskurs nach der Genozidtheorie von Jacques Sémelin war. Dabei wurden polizeiliche Fachmedien von 1922 bis1938 nach der Historischen Diskursanalyse von Achim Landwehr untersucht. Für den Politologen Sémelin ist der Gewaltdiskurs die „geistige Vorarbeit“, die zum Genozid führt. Diese geistige Vorarbeit für den Genozid an den „Zigeunern“ in der „Ostmark“ war von der österreichischen Polizei betrieben worden, da diese für ihre illegale Praxis gegen die als „Zigeuner“ Etikettierten eine legale Basis schaffen wollte und über die Behauptung der „Kriminalität“ der Gruppe die Mittel für die Modernisierung der Behörde lukrieren wollten, deren Anwendung einen Prestigegewinn für die Beamten war. Der Grazer Kriminalanthropologe Hans Gross diente dabei als ideologischer Legitimator für die mit Einbruch der Krise immer extremeren Forderungen der Polizei, gegen die „Zigeuner“ vorzugehen.

Schlagwörter in Deutsch

Zigeuner / Polizei

Schlagwörter in Englisch

gypsies / police

Dokumentenart: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
AutorIn: Schmid, Gerlinde
Titel: Der "Zigeuner"-Diskurs der Polizei in der Zwischenkriegszeit
Umfangsangabe: 124 S. : Ill.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publikationsjahr: 2012
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Freund, Florian
BeurteilerIn: Freund, Florian
Klassifikation: 89 Politologie > 89.76 Friedensforschung, Konfliktforschung
AC-Nummer: AC09392261
Dokumenten-ID: 20292
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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