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Substanzkonsum von Jugendlichen aus landwirtschaftlichen Familien im gesundheitlichen Lebenszusammenhang

Bilgili, Marcel (2012) Substanzkonsum von Jugendlichen aus landwirtschaftlichen Familien im gesundheitlichen Lebenszusammenhang.
Diplomarbeit, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Verwiebe, Roland
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30057.57981.600754-8
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Abstract in German

Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Substanzkonsum von Jugendlichen aus ländlichen Familien und dem Effekt des Substanzmissbrauchs auf ihr Gesundheitsverhalten und Wohlbefinden. Vor dem Eintritt in das Erwachsenenleben und nach der Kindheit befindet sich die Jugendphase. Während dieser Zeit stehen Jugendliche vor etlichen Entwicklungsaufgaben. Gesellschaftlicher Wandel hat zu einer Verlängerung der Jugendphase geführt. Grundlegende Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt verursachen Prekarität. Durch die Arbeitsmarktunsicherheit und die Veränderungen in der Familienstruktur sowie die verlängerte Jugendphase ergeben sich immer mehr Probleme bei der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben. Das Wohlbefinden der Jugendlichen steht in einem Missverhältnis zwischen den gesellschaftlichen Erwartungen, Lebensbedingungen und den eigenen Bedürfnissen. Dies führt teilweise zu einer massiven Stressbelastung. Abweichendes Verhalten ist bei Jugendlichen häufig eine Reaktion auf eine solche Stresssituation. Die am stärksten verbreitete Form abweichenden Verhaltens ist der Substanzkonsum. Substanzmissbrauch erfüllt somit einen instrumentellen Zweck, kann Funktionen zur Bewältigung von Entwicklungsaufgaben übernehmen und stressmindernd sein. Allerdings kann es sich auch zu einem Ersatzziel entwickeln. Ein exzessiver Substanzkonsum bewirkt schon im jungen Lebensalter eine Verschlechterung aller anderen gesundheitlichen Verhaltensweisen und damit auch ein niedrigeres Wohlbefinden. Es bildet sich ein negativer Lebensstil heraus, welcher ein Leben lang anhalten kann. Für die Mehrheit der Jugendlichen ist Substanzmissbrauch nur ein Teil ihrer Jugendphase und mit einem erfolgreichen Übergang ins Erwachsenenalter, nimmt der erhöhte Substanzgebrauch wieder ab. Die Gefahr liegt also beim Scheitern an den Entwicklungsaufgaben. Durch die Verlängerung der Jugendphase und die damit einhergehende längere Ausübung des Substanzmissbrauchs, steigt die Wahrscheinlichkeit einen lebenslang anhaltenden negativen Lebensstil zu entwickeln, deutlich an.

Schlagwörter in Deutsch

Gesundheitssoziologie / Agrarsoziologie / Jugendsoziologie / Substanzkonsum / Lebensstil / Entwicklungsaufgaben / Stress

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Bilgili, Marcel
Title: Substanzkonsum von Jugendlichen aus landwirtschaftlichen Familien im gesundheitlichen Lebenszusammenhang
Umfangsangabe: VII, 135 S. : Ill., graph. Darst.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2012
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Verwiebe, Roland
Assessor: Verwiebe, Roland
Classification: 71 Soziologie > 71.64 Abweichendes Verhalten
71 Soziologie > 71.15 Ländliche Gesellschaft
71 Soziologie > 71.35 Kindersoziologie, Jugendsoziologie
AC Number: AC09350698
Item ID: 19953
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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