Universitätsbibliothek Wien

Familie, Wohlfahrtsstaat und soziale Ungleichheit in Europa

Troger, Tobias (2012) Familie, Wohlfahrtsstaat und soziale Ungleichheit in Europa.
Masterarbeit, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Verwiebe, Roland
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29523.62349.255359-3

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Abstract in German

In der vorliegenden Arbeit geht es um die Determinanten von Armut bei Familien mit Kindern in 22 Ländern Europas. Faktoren auf der Haushalts- und Länderebene werden anhand eines Multilevel-Modells einer simultanen Analyse unterzogen. Auf der Haushaltsebene steht neben einer detaillierten Typologie von Familienerwerbsmodellen die Ausstattung mit Bildungskapital im Zentrum. Um dem Pooling von Ressourcen innerhalb von Haushalten Rechnung zu tragen, wird in Paar-Familien das Bildungskapital von Vater und Mutter berücksichtigt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Male-Breadwinner-Modell in 20 von 22 betrachteten Ländern keine armutsvermeidende Wirkung hat. Außerdem steigt das Armutsrisiko in allen betrachteten Ländern mit sinkendem Bildungskapital von Familien. Auf der Länderebene kann erstmals gezeigt werden, dass arme Familien weitere Verbreitung finden, je höher der Grad der Bildungshomogamie in einem Land. Einen starken Einfluss hat erwartungsgemäß die wohlfahrtsstaatliche Ausgestaltung. Höhere Ausgaben für die öffentliche Kinderbetreuung etwa gehen mit geringeren Armutsrisiken einher. Darüber hinaus gehend kann gezeigt werden, dass defamilisierende Maßnahmen die Unterschiede zwischen Familien mit mehr oder weniger Bildungskapital reduzieren. Diese neuartige Erkenntnis ist aus sozialpolitischer Perspektive von zentraler Bedeutung.

Schlagwörter in Deutsch

Armut / soziale Ungleichheit / Familie / Wohlfahrtsstaat / Europa / Multilevel-Analyse / Kinderarmut / Male-Breadwinner / Familienerwerbsmodell / Bildungskapital / Bildungshomogamie / Familienpolitik

Abstract in English

This study examines the determinants of poverty among families with children in 22 European countries. Factors at the household and the country level are analysed simultaneously by means of a multilevel model. At the household level the focus is on a detailed typology of family employment models and on the educational capital of families. Due to the pooling of resources at the household level the educational capital of both father and mother is accounted for. The results show that the male-breadwinner-model doesn’t protect against poverty in 20 of the 22 observed countries. Furthermore the risk of poverty is increasing with diminishing educational capital of families. On the macro level for the first time it is proved, that the incidence of poor families is greater, the higher the degree of educational homogamy in a country. As expected also the design of welfare state policies has a strong impact. Amongst others higher expenses for public childcare are accompanied by lower poverty risks. Beyond that the results show, that policies of defamilization reduce the differences between families with a small and a high amount of educational capital. This finding is highly relevant from a social policy perspective.

Schlagwörter in Englisch

poverty / social inequality / family / welfare state / Europe / multilevel analysis / child poverty / male breadwinner / family employment model / educational capital / educational homogamy / family policy

Item Type: Hochschulschrift (Masterarbeit)
Author: Troger, Tobias
Title: Familie, Wohlfahrtsstaat und soziale Ungleichheit in Europa
Subtitle: Multilevel-Analysen zu den Determinaten von Armut bei Familien mit Kindern
Umfangsangabe: 88 S. : graph. Darst.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2012
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Verwiebe, Roland
Assessor: Verwiebe, Roland
Classification: 71 Soziologie > 71.10 Sozialstruktur: Allgemeines
71 Soziologie > 71.12 Soziale Stratifikation, soziale Mobilität
71 Soziologie > 71.80 Sozialpolitik: Allgemeines
71 Soziologie > 71.21 Familie, Verwandtschaft
AC Number: AC10905606
Item ID: 19903
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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