Universitätsbibliothek Wien

Niederschwelligkeit als Programm und Problem der sozialen Arbeit

Mayrhofer, Hemma (2012) Niederschwelligkeit als Programm und Problem der sozialen Arbeit.
Dissertation, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Lueger, Manfred
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29606.53352.834961-3
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Abstract in German

Die Unterscheidung niederschwellig/hochschwellig wird im Sozialbereich ubiquitär getroffen und gibt wichtige Hinweise auf den strukturellen Aufbau des Angebots- und Maßnahmenspektrums der Sozialen Arbeit. Niederschwelligen Angeboten wird dabei hauptsächlich die Funktion zugeschrieben, schwer erreichbaren Ziel- bzw. KlientInnengruppen Zugänge zu sozialer Hilfe zu eröffnen. Wie diese Aufgabe geleistet wird und welche besonderen Herausforderungen und Paradoxien aus der spezifischen Aufgabenstellung für die Organisation und ihre MitarbeiterInnen erwachsen, damit beschäftigte sich die vorliegende Dissertation in einer umfangreichen empirischen Studie im qualitativ-interpretativen Forschungsparadigma. Im Zentrum der vorliegenden Arbeit stehen zwei verschiedene Perspektiven auf niederschwellige Soziale Arbeit als bedeutsamem Praxisfeld in der Gegenwartsgesellschaft: Erstens galt es, dessen Charakteristika, Formen und Funktionen allgemein zu erschließen und zu analysieren. Die Studie strebte somit zunächst eine wissenschaftlich-empirische Bestimmung des Begriffs der Niederschwelligkeit und das Erfassen seiner beobachtbaren Ausformungen und Arbeitsweisen im Sozialbereich an. Zweitens steht die dominante Form, in der Soziale Arbeit allgemein und mit ihr auch niederschwellige Soziale Arbeit erbracht wird, nämlich ihre Organisationsförmigkeit, im Mittelpunkt der gegenständlichen Auseinandersetzung. Eine Zielsetzung der empirischen Untersuchung bildete die Generierung von Wissen über Organisationen in der Sozialen Arbeit, im Speziellen über niederschwellig arbeitende Einrichtungen. Der empirische Forschungsprozess wurde gerahmt durch bestehende theoretische und empirische Wissensbestände der Soziologie bzw. allgemein der Sozialwissenschaften. Ein Schwerpunkt der theoretischen Einbettung liegt auf systemtheoretischen Ansätzen Luhmannscher Prägung, da in dieser Theorietradition neben einer umfangreichen Beschäftigung mit Organisationen auch beachtliche theoretische Auseinandersetzungen zu Fragen sozialer Inklusion und Exklusion und zum Gesellschaftsbereich der Sozialen Arbeit vorliegen. Allerdings fanden auch akteurstheoretische Ansätze Berücksichtigung, weiters wurden sowohl differenzierungs- als auch ungleichheitstheoretische Konzepte nutzbar gemacht. Der Einbezug unterschiedlicher Theorieperspektiven bietet den Vorteil einer multiperspektivischen Einbettung der empirischen Befunde. Die Studie versteht sich dabei als theoretisch gut informierte qualitativ-empirische Forschungsarbeit, die empirisch begründete Theoriegenerierung auf Ebene materieller Theorien mittlerer Reichweite anstrebte.

Schlagwörter in Deutsch

Soziologie / Soziale Arbeit / Niederschwelligkeit / Organisationssoziologie / Soziale Inklusion / Exklusion

Abstract in English

In the field of social work the differentiation between low-threshold and high-threshold measures is widespread and refers to the overall structures of social services. Low-threshold measures are mainly attributed with the function of enabling access to social support for so called hard-to-reach or non-compliant target groups. The way in which this is to be achieved and which challenges and paradoxical situations arise from the specific methods for handling this task is the topic of this dissertation. This extensive qualitative-empirical study focuses on low-threshold social work from two different angles: First, it was necessary to deduce and analyse the broad characteristics, forms and societal functions. The study aims at defining the concept of low-threshold social work via a scientific and empirical analysis as well as at depicting its shapings and working methods in the social field. Second, at the core of the empirical research are the organizational structures of low-threshold social measures. The study aims at generating knowledge of this special part of organized social work. The scientific research process was framed by relevant sociological theories and empirical knowledge. Special emphasis was devoted to systems theory approaches, because this theoretical tradition does not only provide a well-founded organizational theory but also a theoretical analysis of both the issue of social inclusion and exclusion and the societal field of social work. Additionally, action-theoretical approaches were taken into account. The integration of different theoretical perspectives offered the advantage of a multi-perspectival embedding of the empirical results.

Schlagwörter in Englisch

Sociology / Social work / low-threshold / Organization / social inclusion / exclusion

Item Type: Hochschulschrift (Dissertation)
Author: Mayrhofer, Hemma
Title: Niederschwelligkeit als Programm und Problem der sozialen Arbeit
Subtitle: Funktionen und Formen niederschwelliger sozialer Arbeit aus soziologischer Perspektive
Umfangsangabe: 310 S.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2012
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Lueger, Manfred
Assessor: Lueger, Manfred
2. Assessor: Pelikan, Jürgen
Classification: 71 Soziologie > 71.99 Soziologie: Sonstiges
AC Number: AC09397064
Item ID: 19606
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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