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Armutslagen und die Teilnahme an Längsschnitterhebungen

Kafka, Elisabeth (2012) Armutslagen und die Teilnahme an Längsschnitterhebungen.
Diplomarbeit, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Schulz, Wolfgang

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DOI: 10.25365/thesis.19374
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29137.69940.859664-0

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Abstract in German

Die vorliegende Arbeit untersucht die Antwortausfälle der Erhebung EU-SILC (European Statistics of Income and Living Conditions) in Österreich auf unterschiedliches Teilnahmeverhalten von Personen in verschiedenen Armutslagen. EU-SILC erfasst Haushaltseinkommen und Lebensstandard von Personen in Privathaushalten und ist die Datenquelle für die europäische und nationale Sozialberichterstattung. Die Ausschöpfungsquote als Maß für die Anzahl erfolgreicher Befragungen hat sich als ein zentrales Qualitätskriterium von Stichprobenerhebungen etabliert. Neben mangelnder Vergleichbarkeit aufgrund unterschiedlicher Definitionen von Antwortausfällen und Berechnungsmethoden greift die alleinige Konzentration auf die Ausschöpfungsquote jedoch auch aus theoretischen Überlegungen zu kurz: Ein hohes Ausmaß an Ausfällen führt nur dann zu verzerrten Statistiken, wenn die Ausfallswahrscheinlichkeiten für verschiedene Teile der Stichprobe unterschiedlich hoch sind (vgl. Groves 2006). Für die Armutslagen zeigt sich eine geringere Teilnahme am Panel von jenen Personen, die von finanzieller Deprivation betroffen sind, sowie von Arbeitslosen, eingebürgerten ÖsterreicherInnen und Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Für Armutsgefährdung und das Haushaltseinkommen liegen hingegen keine wesentlichen Unterschiede in der Panelteilnahme vor. Zudem haben im Vergleich zu den Armutslagen Kontakt- und Bearbeitungsmerkmale eine etwas stärkere Erklärungskraft für die Antwortwahrscheinlichkeiten. Insgesamt kann aber auch durch die Kombination dieser Faktoren nur ein geringer Teil der Unterschiede erklärt werden.

Schlagwörter in Deutsch

Armut / Antwortausfälle / Ausschöpfung / Verzerrung / Panelerhebung / EU-SILC

Abstract in English

This diploma thesis analyses the potential for nonresponse bias in the Austrian EU-SILC-survey (European Statistics of Income and Living Conditions), indicated by differing response patterns for different conditions of poverty. EU-SILC surveys household income and living conditions of private households to provide data for social statistics in Austria and the European Union. Response rates are widely used as quality indicator of sample surveys. Comparability using this indicator is limited, however, due to non-standardised definitions of survey outcomes and response rate computation. Additionally, from a theoretical perspective focussing on response rates alone disregards an important aspect: Biased statistics do not result from low response rates only but also from differences in response probabilities for variables of interest (cf. Groves 2006). Regarding conditions of poverty, persons affected by financial deprivation, unemployed individuals, naturalised Austrian citizens and persons without Austrian citizenship show lower panel response. Household income and risk-of-poverty do not yield different response rates. Additionally, field- and contact characteristics explain differences in response probabilities somewhat better. All those factors only account for minor variation in survey outcomes.

Schlagwörter in Englisch

Poverty / Nonresponse / Response rate / Response Bias / Panel survey / EU-SILC

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Kafka, Elisabeth
Title: Armutslagen und die Teilnahme an Längsschnitterhebungen
Umfangsangabe: IV, 121 S. : graph. Darst.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2012
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Schulz, Wolfgang
Assessor: Schulz, Wolfgang
Classification: 70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.03 Methoden, Techniken und Organisation der sozialwissenschaftlichen Forschung
71 Soziologie > 71.10 Sozialstruktur: Allgemeines
AC Number: AC09028150
Item ID: 19374
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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