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Die Geschichte der Schiffswerft Korneuburg

Wunderl, Stefan (2008) Die Geschichte der Schiffswerft Korneuburg.
Diplomarbeit, Universität Wien. Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Bruckmüller, Ernst

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29963.80318.495062-0
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Abstract in Deutsch

Bereits 1848 gelangte die 1.DDSG zur Überzeugung, dass im Wiener Raum der Bedarf für eine Reparaturwerft und einen Winterhafen für die gesellschaftseigenen Schiffe bestand. 1952 wurde in Korneuburg, einem Ort mit langer Tradition als Schiffzugsstation der Ruderschifffahrt, eine Reparaturwerft eröffnet. In den ersten 50 Jahren beschränkten sich die Aufgaben des Betriebs hauptsächlich auf die Instandhaltung von DDSG – Schiffen und den Bau von Güterkähnen. Das Areal der Werft wurde kontinuierlich vergrößert und 1897 erfolgte der erste Dampfschiffneubau in Korneuburg. Um der Wohnungsnot in und um Korneuburg entgegenzuwirken errichtete die 1.DDSG 1916 eine eigene Arbeiterkolonie neben der Werft mit 48 Wohnungen, die den Mitarbeitern zu günstigen Konditionen vermietet wurden. Der 1.Weltkrieg führte in der Schiffswerft aufgrund von Einberufungen zu einem Engpass an Arbeitern. Die schlechte finanzielle Situation der Belegschaft gipfelte 1918 in der Teilnahme der Arbeiter der Werft am Jännerstreik. In der Zwischenkriegszeit stellte sich die Situation der 1.DDSG prekär dar. Es fehlten die finanziellen Mittel um die Flotte zu modernisieren und andere wichtige Investitionen zu tätigen. In Korneuburg wurde die Belegschaft deutlich reduziert und zeitweise Kurzarbeit eingeführt. Erst eine große italienische Investition 1935 ermöglichte dem Unternehmen den Ausbau der Flotte und Investitionen auch in die Schiffswerft Korneuburg. Mit dem Anschluss 1938 wurde die Werft in die Reichwerke „Hermann Göring“ eingegliedert und als kriegswichtiger Betrieb weiter modernisiert und ausgebaut. 1945 wurde der Betrieb von der Roten Armee als „Deutsches Eigentum“ beschlagnahmt und blieb bis 1955 unter sowjetischer Verwaltung. Der Abschluss des Staatsvertrages führte zur Verstaatlichung der Werft, was 1974 im Zusammenschluss mit der Linzer Schiffswerft in der Österreichischen Schiffswerften AG gipfelte. Fehlende staatliche Subventionen, Managementfehler und eine zu große Abhängigkeit von Aufträgen aus der Sowjetunion führten zum Niedergang der Schiffswerft und 1991 zur Privatisierung. Den neuen Eigentümern gelang es bis 1993 nicht neue Aufträge zu fixieren. Im November 1993 wurden die letzten Schiffe fertig gestellt und die Schiffswerft Korneuburg geschlossen.

Schlagwörter in Deutsch

Schiffswerft / Korneuburg / Geschichte Arbeiter / Arbeiterschaft

Dokumentenart: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
AutorIn: Wunderl, Stefan
Titel: Die Geschichte der Schiffswerft Korneuburg
Untertitel: unter Berücksichtigung der Situation der Arbeiterschaft
Umfangsangabe: 111 S. : graph. Darst.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publikationsjahr: 2008
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Bruckmüller, Ernst
BeurteilerIn: Bruckmüller, Ernst
Klassifikation: 15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte
AC-Nummer: AC07063054
Dokumenten-ID: 1919
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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