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Untersuchungen zur Architektur des Heraions von Olympia

Hörwarthner, Dieter (2012) Untersuchungen zur Architektur des Heraions von Olympia.
Diplomarbeit, University of Vienna. Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Meyer, Marion
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29682.87257.366259-4

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Abstract in German

In der vorliegenden Arbeit werden drei Aspekte der Architektur des um 600. v. Chr. errichteten Heraions von Olympia eingehender betrachtet. Am Beginn steht eine Einleitung in das Heraion mit dem Schwerpunkt auf architekturrelevante Sachverhalte. Hierbei folgen einer kurzen Beschreibung die Behandlung von Lage, Datierung, Forschungsgeschichte und Methodik. Das erste Hauptkapitel beschäftigt sich mit der Frage, ob die Ringhalle des Heraions, deren erhaltene Steinsäulen im Laufe von Jahrhunderten hölzerne Vorgänger ersetzt haben, schon ursprünglich kontrahierte Eckjoche an den Langseiten und Jochstaffelungen an den Schmalseiten besessen hat und ob diese der Lösung eines dorischen Eckkonfliktes gedient haben können. Dem ist ein Überblick über die Ausbildungen von Eckjochen und den damit zusammenhängenden Friesgliederungen bis zur Mitte des 6. Jhs. v. Chr. vorangestellt. Da es keine zweifelsfreien Hinweise auf die Ausbildung der Eckjoche in der Bausubstanz der Erbauungszeit gibt, werden danach systematisch sämtliche indirekten Indizien diskutiert, wobei im Endeffekt zwei Szenarien der Lage der Säulen in der Stylobatbreite, die beide bei den steinernen Ersatzsäulen erhalten sind, auf ihre Kompatibilität mit der Existenz eines dorischen Eckkonfliktes hin diskutiert werden. Die Existenz eines ursprünglichen Eckkonfliktes an den Langseiten ist zwar nicht auszuschließen, aber es spricht viel dagegen. Die Jochstaffelungen der Fronten sind zwar wahrscheinlich ursprünglich, sie müssen aber nichts mit der Lösung eines dorischen Eckkonfliktes zu tun haben. Das zweite Hauptkapitel beschäftigt sich mit der Frage nach Umplanungen während des Bauvorganges. Im Vordergrund steht hier die Diskussion von Indizien, die zeigen, dass statt dem dann tatsächlich ausgeführten Opisthodom ursprünglich ein Adyton geplant gewesen sein muss, wie es wahrscheinlich auch für den etwas älteren Tempel der Athena Alea in Tegea rekonstruiert werden kann. Das dritte Hauptkapitel geht der Frage nach, ob es sich bei der 2. Säule der südlichen Langseite des Heraions von Westen um ein sizilisches Weihegeschenk handelt. Einerseits wird die Säule sonst nur noch in Selinunt vorkommenden Vergleichsstücken gegenübergestellt, deren Kapitelle sich in eine Reihe sizilischer Kapitelle mit langer Tradition einordnen lassen, andererseits werden weitere Indizien diskutiert, die zeigen, dass es sich bei dieser und wahrscheinlich auch anderen Säulen der Ringhalle des Heraions um Weihegeschenke handeln könnte.

Schlagwörter in Deutsch

Architektur / Heiligtum / Baugeschichte

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Hörwarthner, Dieter
Title: Untersuchungen zur Architektur des Heraions von Olympia
Umfangsangabe: 179 S. : Ill.
Institution: University of Vienna
Faculty: Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publication year: 2012
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Meyer, Marion
Assessor: Meyer, Marion
Classification: 10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein: Sonstiges
15 Geschichte > 15.17 Klassische Archäologie
15 Geschichte > 15.15 Archäologie
15 Geschichte > 15.27 Griechische Welt
AC Number: AC09002819
Item ID: 18725
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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