Universitätsbibliothek Wien

Capacity building for health promoting schools

Gugglberger, Lisa Maria (2011) Capacity building for health promoting schools.
Dissertation, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Krajic, Karl
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29584.47948.831364-8
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Abstract in German

Das Feld der Gesundheitsförderung hat das Ziel formuliert, die Gesundheit von Individuen zu stärken und sie zu ermächtigen, sich für ihre Gesundheit einzusetzen. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Settingsansatz als Möglichkeit etabliert, die Gesundheit von Individuen dort zu fördern, wo sie viel Zeit verbringen – also in Bereichen wie Organisationen, Krankenhäusern und Schulen. Die „Gesundheitsfördernde Schule“ ist ein Konzept, das relativ weit verbreitet ist und zahlreiche Evidenz bezüglich seines Erfolgs hat. Dennoch können Schwierigkeiten bei der Implementierung des Konzepts im Schulsystem beobachtet werden. Es werden Ressourcen und Strukturen benötigt, die die Implementierungsprozesse erleichtern. In diesem Zusammenhang wird in der Gesundheitsförderungsliteratur von „Capacity Building“ gesprochen – der systematischen Entwicklung dieser notwendigen Ressourcen und Rahmenbedingungen. Diese Arbeit geht mit der Hilfe von soziologischen Theorien, Konzepten und Methoden der Frage nach, welche Capacity Building-Maßnahmen Schulen in Österreich benötigen, um Gesundheitsförderung zu etablieren. Einerseits wird untersucht, welche Möglichkeiten Schulen selbst sehen, Capacity Building für die Implementierung von Gesundheitsförderung zu verfolgen. Andererseits wird der Frage nachgegangen, welche Angebote es in den Bundesländern gibt, um die Implementierung von Gesundheitsförderung in Schulen zu unterstützen. Schulen sowie die unterstützenden AkteurInnen in den Bundesländern werden dabei, der soziologischen Systemtheorie folgend, als komplexe soziale Systeme definiert, die selbstorganisiert sind, d.h. aufgrund interner Strukturen operieren. Für die Beantwortung der Forschungsfragen wurde ein qualitativer Forschungszugang gewählt. Es wurden elf Interviews mit SchulleiterInnen gesundheitsfördernder Schulen und 18 Interviews mit 23 Kontaktpersonen (GesundheitsförderungsakteurInnen) ausgewählter Organisationen, die Schulen bei der Implementierung von Gesundheitsförderung unterstützen, geführt. Zusätzlich wurden 26 Dokumente gesammelt, die Auskunft über die Unterstützungsleistungen dieser Organisationen geben. Die Interviews mit SchulleiterInnen wurden anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring analysiert. Die Interviews mit Kontaktpersonen und die Dokumente wurden anhand der Methode des ständigen Vergleichs der Grounded Theory analysiert. Als Ergebnisse werden sieben Handlungsfelder von Schulen und fünf Handlungsfelder von GesundheitsförderungsakteurInnen beschrieben. Schulen sehen Möglichkeiten, Implementierung von Gesundheitsförderung zu fördern vor allem durch die Entwicklung von: (1) Wissen und Fähigkeiten, (2) Commitment für Gesundheitsförderung, (3) Führung, (4) Ressourcen für Kooperation, (5) materielle und finanzielle Ressourcen, (6) Schulprogramm und (7) organisationales Wissen. GesundheitsförderungsakteurInnen sehen ihre Handlungsfelder in der Unterstützung von Schulen durch: (1) Organisation von Austausch von Schulen, (2) Zertifizierung und Qualitätssicherung, (3) Information und Beratung, (4) finanzielle Unterstützung und (5) Selbstorganisation und Koordination der GesundheitsförderungsakteurInnen. Es kann festgehalten werden, dass sich die Handlungsfelder der Schulen mit denen der GesundheitsförderungsakteurInnen in vielen Bereichen ergänzen. Die Capacity Building-Maßnahmen der Bundesländer unterstützen also die Handlungsfelder der Schulen. Es können allerdings auch einige Diskrepanzen zwischen den Handlungsfeldern der Schulen und denen der GesundheitsförderungsakteurInnen beobachtet werden. Systemtheoretisch lassen sich diese Diskrepanzen als Aufeinandertreffen von verschiedenen Systemen mit verschiedenen Logiken verstehen. Schließlich lässt sich beobachten, dass sowohl Schulen als auch GesundheitsförderungsakteurInnen voraussichtlich durch Ressourcen und Strukturen auf nationaler Ebene zusätzlich unterstützt werden könnten. Sofern Schulen nicht die Ressourcen und Anreize bekommen, Schulentwicklung umzusetzen, und kein politischer Wille für Gesundheitsförderung gegeben ist, ist davon auszugehen, dass die Implementierung von Gesundheitsförderung nicht systemweit passieren wird.

Schlagwörter in Deutsch

Gesundheitsförderung / Schule / Kapazitätsentwicklung / Implementierung

Abstract in English

The field of health promotion has set the aim of increasing the health of individuals and empowering them to take care of their own health. Within the last decades, the settings approach was developed, as a way of promoting the health of individuals within settings where they spend a lot of time – like organisations, hospitals and schools. The “health promoting school” concept is rather widely used and has a considerable amount of evidence concerning its success. Nevertheless, problems regarding the implementation of the concept within the school system can be observed. Resources and structures are necessary to facilitate the implementation processes. In this context, health promotion literature talks about capacity building – the systematic development of necessary resources and frameworks. By applying sociological theories, concepts and methods, this thesis follows the question, which capacity building measures schools in Austria need to establish health promotion. On the one hand it is examined, which possibilities of pursuing capacity building for the implementation are seen by health promotion schools. On the other hand the question is addressed, which services that support the implementation of health promotion in schools exist within the provinces. Following the sociologist systems theory, schools as well as the supporting actors in the provinces are defined as complex social systems that are self-organised, i.e. operate on the basis of internal structures. To answer the research questions a qualitative approach was taken. Eleven interviews with school heads of health promoting schools and 18 Interviews with 23 contact persons (health promotion actors) of selected organisations that support schools with the implementation of health promotion were conducted. Furthermore 26 documents were collected that provide information about the support services of the organisations. The interviews with school heads were analysed with the qualitative content analysis following Mayring. Interviews with contact persons and the documents were analysed with the Grounded Theory method of constant comparison. As results seven fields of action of schools and five fields of action of health promotion actors are described. Schools see possibilities of aiding the implementation of health promotion mainly through developing (1) knowledge and skills, (2) commitment for health promotion, (3) leadership, (4) resources for cooperation, (5) material and financial resources, (6) a school programme and (7) organisational knowledge. Health promotion actors see the need for support through: (1) organisation of exchange of schools, (2) certification and quality control, (3) information and consultation, (4) financial resources, and (5) self-organisation and cooperation of the health promotion actors. It can be noted that the fields of action identified by schools and the fields of action identified by health promotion actors complement each other in large parts. Capacity building measures in the provinces thus support the schools’ fields of action. However, some discrepancies between the fields of action of schools and of health promotion actors can be observed. From a system theoretical point of view these discrepancies can be understood as meeting points of different systems with different logics. Finally, it can be observed, that both schools and health promotion actors could presumably be supported with resources and structures on the national level. As long as schools don’t get resources and incentives to pursue school development and there is no political will for health promotion, it can be assumed that there will not be a system wide implementation of health promotion.

Schlagwörter in Englisch

Health Promotion / school / capacity building / implementation

Item Type: Hochschulschrift (Dissertation)
Author: Gugglberger, Lisa Maria
Title: Capacity building for health promoting schools
Subtitle: Entwicklung von Ressourcen für die Implementierung von Gesundheitsförderung im System Schule
Umfangsangabe: 94 S.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2011
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Krajic, Karl
Assessor: Krajic, Karl
2. Assessor: Forster, Rudolf
Classification: 71 Soziologie > 71.99 Soziologie: Sonstiges
AC Number: AC08864101
Item ID: 18620
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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