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Sedimentologie und Sedimentpetrographie der Gosau-Gruppe bei Dreistetten-Muthmannsdorf (Niederösterreichische Kalkalpen)

Grundtner, Marie-Louise (2011) Sedimentologie und Sedimentpetrographie der Gosau-Gruppe bei Dreistetten-Muthmannsdorf (Niederösterreichische Kalkalpen).
Masterarbeit, Universität Wien. Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
BetreuerIn: Wagreich, Michael

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29617.98733.474060-6
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Abstract in Deutsch

Diese Masterarbeit handelt über die Kartierung und sedimentpetrologischen Bearbeitung des östliche Ende der Gosaumulde der Grünbach. Die Rahmengesteine bilden vor allem ältere Karbonate. Diese werden diskordant von Gosaubasiskonglomeraten (Kreuzgraben-Formation) und seichtmarinen Kalken und Sandsteinen (Maiersdorf-Formation) überlagert. Durch Frühcampane Meeresspiegelschwankungen wurde die Grünbach-Formation in einem Küstenbereich nahe einem Delta abgelagert. Die kohleflözführenden Sandsteine wechsellagern mit Mergel und Tonen und zeigen ein ENE-WSW Streichen mit einem Einfallen von 50° bis 80°. In die kohleführende Abfolge ist das Dreistettener Konglomerat (Schwemmfächer) eingeschaltet. Es dünnt lateral aus und fällt etwa 340/60 ein. Die folgenden Orbitoidensandsteine der Piesting-Formation wurden in einer transgressiven Abfolge im Späten Campanium-Maastrichtium abgelagert. Zusammen treten die Inoceramenmergel auf und streichen NNE-SSW mit einem steilen Einfallen von 80° nach WNW. In Bezug auf die Schwermineralverteilung der Gosausedimente konnte festgestellt werden, dass vom Santonium zum Paleozän der prozentuelle Anteil zuerst an Chloritoid und später an Granat zunimmt und an Chromspinell abnimmt. Die Sedimente zeigen einen Trend von ophiolithischen über kratonischen gegen einen anfangs schwachen zu starken metamorphen Detritus ins Hangende. Die Synklinale verbreitert sich nach Osten und ist eine offene Synform. Die Linsbergweg-Störung trennt die Schichtpakete in einen nördlichen Komplex, der nach SE einfällt und überkippt ist, und einen südlichen, nach NW einfallend. Die Gosausedimente am östlichen Abschnitt der Grünbach weisen ein Tieferwerden vom Turonium? bis in das frühe Campanium auf. Ab hier erfährt die Gosaumulde eine Hebung, Deformation und Erosion. Schließlich kommt es im Späten Campanium - Maastrichtium zu einem abrupten Absinken, wodurch es zu einer vollmarinen kam.

Schlagwörter in Deutsch

Gosau / Neue Welt / Grünbach Synklinale / kohleflözführender Sandstein und Tonmergel / Dreistettener Konglomerat / Orbitoidensandstein / seichtmarin bis limnisch-brackisch / Küstenbereich in Deltanähe / vollmarin / Schelf / Litharenit / Schwerminerale / offene Synform

Abstract in Englisch

The master-thesis is about mapping and presenting the sedimentpetrography of the eastern end of the Grünbach Syncline. The surrounding rocks mainly older carbonates are overlain by Gosaubasalconglomerate (Kreuzgraben Formation) and shallow marine limestones and sandstones (Maiersdorf Formation). Consequently of sea-level-changes in the Early Campanian the Grünbach Formation was deposited at a coastal region near delta. The coal bearing sandstones alternate with marls and clay. They show an ENE-WSW trend with a dip of 50° to 80°. They are intersected by the Dreistetten conglomerate (fan to fan delta), which thins out and strikes 340/60. The sandstones with orbitoids of the Piesting Formation were deposited in a transgressive succession in the Late Campanian-Maastrichtian. Combined the Inoceramus-Marl appears and strikes NNE-SSW with a dip of 80° towards WNW. The heavy mineral distribution shows from the Santonium to the Paleocene first the percentage of chloritoid and later of garnet increases, while chrome spinel decreases. Therefore the sediments trend from ophiolithic over cratonic toward low grade to high grade metamorphic detritus toward to the younger strata. The syncline broadens to the east and is an open synform. The Linsbergweg-Fault divides the strata into an overturned northern complex, dipping to SE, and into a southern, dipping to NW. The Gosau Group sediments at the eastern part of the Grünbach Syncline indicate a deepening-upward from the Turonian? until the Early Campanian. From here on the Gosau Syncline was uplifted, deformed and eroded. Finally, in the Late Campanian-Maastrichtian, an abrupt deepening takes place, which causes marine sedimentation.

Schlagwörter in Englisch

Gosau / Neue Welt / Grünbach Syncline / coal bearing Sandstones / clay and marls / Dreistetten conglomerate / sandstones with orbitoids / shallow marine to limnic-brackish / coast near delta / fully marine / shelf / litharenite / heavy minerals / open synform

Dokumentenart: Hochschulschrift (Masterarbeit)
AutorIn: Grundtner, Marie-Louise
Titel: Sedimentologie und Sedimentpetrographie der Gosau-Gruppe bei Dreistetten-Muthmannsdorf (Niederösterreichische Kalkalpen)
Umfangsangabe: 155 S. : Ill., graf. Darst., Kt.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Publikationsjahr: 2011
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Wagreich, Michael
BeurteilerIn: Wagreich, Michael
Klassifikation: 38 Geowissenschaften > 38.16 Stratigraphie
38 Geowissenschaften > 38.28 Sedimentgesteine
38 Geowissenschaften > 38.19 Historische Geologie: Sonstiges
AC-Nummer: AC08884875
Dokumenten-ID: 17461
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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