Universitätsbibliothek Wien

Karrieren in der industriellen Forschung

Schiffbänker, Helene (2011) Karrieren in der industriellen Forschung.
Dissertation, University of Vienna. Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
BetreuerIn: Goldberg, Christine

[img]
Preview
PDF
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved

Download (1861Kb)
DOI: 10.25365/thesis.16774
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29881.79727.676361-2

Link zu u:search

Abstract in German

Frauen sind in der industriellen Forschung trotz deutlichen Bildungsanstiegs weiterhin stark unterrepräsentiert; nur 15% der Forschenden sind Frauen. Um den künftigen Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der Innovationsgesellschaft decken zu können, stellt die Erhöhung des Frauenanteils seit Jahren eine politische Zielsetzung dar. Für die Ent¬wicklung politischer Maßnahmen braucht es mehr Einblicke in und Wissen über die Funktionsweisen der bislang wenig erforschten Karrieren in der industriellen Forschung. Im Zentrum der vorliegenden Forschungsarbeit stehen Ausstiegsgründe aus der industriellen Forschung, denn die vermehrten Ausstiege von Forscherinnen/ Ingenieurinnen (im Vergleich zu den männlichen Kollegen) gelten - neben der geschlechtsspezifischen Studien- und Berufswahl - als wesentlicher Grund für den geringen Frauenanteil. Eine Analyse der Ausstiegsgründe ermöglicht ein Erkennen von institutionellen Barrieren, an denen mögliche Interventionen zur Verbesserung der Situation ansetzen müssen. Vor dem Hintergrund aktueller geschlechter- und karrieretheoretischer Konzeptionen stelle ich die subjektiven Karriereorientierungen der Forscherinnen/Ingenieurinnen und die institutionellen Barrieren in den Forschungsunternehmen gegenüber. Dabei zeigen sich Diskrepanzen, die entlang des Lebenslaufs an drei Stellen zu gehäuften Ausstiegen führen: Bereits im Studium wird ein Teil der Ausstiege grundgelegt, denn aufgrund eines nicht-einschließenden Wissenschaftsverständnisses gelingt es Frauen nur unzureichend, eine fachlich-berufliche Identität zu entwickeln. Der Übertritt vom Studium in ein Unternehmen der industriellen Forschung gestaltet sich schwierig, wenn keine persönlichen und inhaltlichen Anknüpfungspunkte bestehen. Bei der beruflichen Etablierung werden schließlich heterogene Ausschließungsmechanismen wirksam. Eine zunehmende Distanzierung von den Regeln männlicher Machtdemonstration gepaart mit der Frage nach dem Sinn des eignen Tuns erweisen sich im späteren Karriereverlauf als Begründung für selbstgewählte Ausstiege (Opt-outs). Um vergeschlechtlichte soziale Praktiken zu überwinden, ist bei einer Veränderung der Arbeitskultur anzusetzen. Die Europäische Forschungspolitik hat dafür Empfehlungen erarbeitet, die am Ende der vorliegenden Arbeit im Hinblick auf ihrer Implikationen für die nationale Politikgestaltung diskutiert werden.

Schlagwörter in Deutsch

Karriere / Ausstieg / Frauenförderung /industrielle Forschung

Schlagwörter in Englisch

career / equal opportunities / drop-out

Item Type: Hochschulschrift (Dissertation)
Author: Schiffbänker, Helene
Title: Karrieren in der industriellen Forschung
Subtitle: zwischen subjektiven Orientierungen und institutionellen Barrieren
Umfangsangabe: 267 S. : Ill., graph. Darst.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Publication year: 2011
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Goldberg, Christine
Assessor: Goldberg, Christine
2. Assessor: Hofbauer, Johanna
Classification: 02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.13 Wissenschaftspraxis
71 Soziologie > 71.31 Geschlechter und ihr Verhalten
71 Soziologie > 71.33 Frau
AC Number: AC08864423
Item ID: 16774
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

Urheberrechtshinweis: Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datennetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das österreichische Urheberrechtsgesetz; insbesondere sind gemäß § 42 UrhG Kopien und Vervielfältigungen nur zum eigenen und privaten Gebrauch gestattet. Details siehe Gesetzestext.

Edit item (Administrators only) Edit item (Administrators only)