Universitätsbibliothek Wien

Fürstliche Repräsentation

Samt, Tatjana (2008) Fürstliche Repräsentation.
Diplomarbeit, Universität Wien. Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Schemper-Sparholz, Ingeborg
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29531.93960.455970-2
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Abstract in Deutsch

ABBILDUNGEN: nur in PRINTAUSGABE! -- Während in der Literatur im Zusammenhang mit der Ausstattung des Rossauer Gartenpalais Liechtenstein das Bild eines hochwertigen barocken Ensembles vermittelt wird, konnten die Fresken der Stiegenhäuser nicht miteinbezogen werden. Der Grund dafür lag in den Abdeckungen der Malereien in der Zeit nach 1815. Nach der Wiederentdeckung der Fresken und den fertig gestellten Restaurierungen im Jahr 2006 änderte sich diese Ausgangslage. Da dieses repräsentative Werk zum einen Ausdruck der künstlerischen Qualitäten des Malers ist, zum anderen aber ebenso den Anspruch des Auftraggebers zur Grundlage hat, wird in der vorliegenden Arbeit ein Schwerpunkt auf diese Vorbedingungen gelegt. Die ersten Schritte in der monumentalen Deckenmalerei führten Johann Michael Rottmayr nach Wien, wo er noch vor seinem Engagement beim Fürsten von Liechtenstein einen Auftrag für das Kaiserhaus Habsburg im Schloss Schönbrunn ausführte. Neben dem Maler bilden vor allem der Fokus auf den Auftraggeber Fürst Johann Adam Andreas sowie die historische Entwicklung seiner Familie einen weiteren Schwerpunkt dieser Arbeit. Dieser bevorzugte italienische Künstler für die Ausstattung seiner Bauten, wovon mit Ausnahme von Rottmayr die Ausstattungskünstler im Gartenpalais Liechtenstein zeugen. Wenngleich die Geisteshaltung des Auftraggebers Ausdruck seiner Zeit war, so wurde diese vor allem durch seinen Vater Fürst Karl Eusebius geprägt. Dieser vermittelte seinem Sohn seine sehr konkreten Vorstellungen fürstlicher Repräsentation. Während Fürst Johann Adam Andreas die Richtlinien des Vaters in seine Entscheidungen zwar mit einbezog, vermochte er diese aber – wie etwa beim Bau des Gartenpalais Liechtenstein - mit den aktuellen Entwicklungen seiner Zeit zu verbinden. Anhand eines Grundrissplanes ist nachzuvollziehen, dass er für die Dekoration des Stiegenhauses ursprünglich die Anbringung von Ölgemälden plante. Vermutlich ist die Verpflichtung Andrea Pozzos, welcher den Marmorsaal des Gartenpalais ausstattete, als Voraussetzung für die Freskierung der Stiegenhäuser und somit für das Engagement Rottmayrs anzunehmen. Die Fresken der Prunkstiegenhäuser, die durch ihre monumentale Gestaltung gleichsam als Visitenkarte des Hausherrn dienten, sind Ausdruck der Selbstdarstellung und ein Hinweis auf das gelungene Bestreben des Fürsten hinsichtlich einer imponierenden Repräsentation. Der Blick auf ausgewählte Wiener Adelspaläste zeigt, dass die Thematik der Stiegenhausfresken - der Adelige, welcher als tugendhafter Held seinen legitimen Platz im mythologischen Olymp findet - ein beliebtes Bild der Selbstdarstellung war. Die Stiegenhausfresken des Gartenpalais Liechtenstein erreichen im Rahmen der Ausstattung eine besondere Monumentalität, wenngleich das heutige Erscheinungsbild von den restaurierten und erneuerten Malereien Rottmayrs, aber auch von den Rekonstruktionen und Ergänzungen großer Partien charakterisiert wird.

Schlagwörter in Deutsch

Johann Michael Rottmayr / Malerei / Deckenmalerei / Barock / Fürst Johann Adam Andreas von Liechtenstein / Repräsentation

Dokumentenart: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
AutorIn: Samt, Tatjana
Titel: Fürstliche Repräsentation
Untertitel: die Stiegenhausfresken Johann Michael Rottmayrs im Gartenpalais Liechtenstein in der Wiener Rossau
Umfangsangabe: 137, VII S. : Ill.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publikationsjahr: 2008
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Schemper-Sparholz, Ingeborg
BeurteilerIn: Schemper-Sparholz, Ingeborg
Klassifikation: 20 Kunstwissenschaften > 20.15 Restaurierung, Konservierung, Fälschung
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines
20 Kunstwissenschaften > 20.10 Kunst und Gesellschaft
AC-Nummer: AC07089608
Dokumenten-ID: 1640
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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