Universitätsbibliothek Wien

Untersuchungen zur Chronologie des Technologie- & Ideentransfers

Müller, Sandra (2011) Untersuchungen zur Chronologie des Technologie- & Ideentransfers.
Dissertation, Universität Wien. Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Satzinger, Helmut
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29435.19366.710063-5
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Abstract in Deutsch

Diese mit dem Titel “Untersuchungen zur Chronologie des Technologie- & Ideentransfers” durchgeführte Arbeit setzt sich zum Ziel, eine Transferbewegung im Bereich der Fertigungstechnologie von Tauschierungen, Granulationen sowie Stein- & Glaseinlagen, allesamt Ziertechniken der Metallurgie, nachzuweisen. Bei dem untersuchten, geographischen Bereich handelt es sich um die Ägäis, Ägypten, Anatolien sowie um die Levante und um Mesopotamien. Ein wesentliches Kriterium zur Erstellung der Chronologie ist hier das erste Auftreten jeder Technik in jedem einzelnen Gebiet. Die Dissertation besteht aus zwei Bänden. Band 1 setzt sich zunächst mit der Frage auseinander, was unter Technologietransfer zu verstehen ist. Ebenso wird auf die Bedeutung der Erforschung von diesem hingewiesen. Danach werden die einzelnen Kapitel in oben angeführter Reihenfolge abgehandelt, wobei auf die aktuellen Probleme des derzeitigen Forschungsstandes hingewiesen wird. Besonderes Augenmerk wird auf die verschiedenen Begriffsdefinitionen bei den unterschiedlichen Techniken gelegt, da es wegen diesen immer wieder zu Missverständnissen unten den Wissenschaftern kommt. Im Anschluss daran werden die gängigen Forschungstheorien bezüglich des Ursprungs der jeweiligen Technik sowie die Technikanwendung bei der Herstellung von Objekten selbst erörtert. Ebenso werden die verwendeten Metalle und Materialien definiert und die Anwendung der Technik im Fertigungsprozess beschrieben, bevor es zur Bestandsaufnahme der Artefakte selbst kommt. Im Rahmen dieser Ausarbeitung werden verschiedene, in der Literatur gefundene Artefakte, dem Leser vorgestellt. Es zeigt sich jedoch, dass oftmals Techniken nicht richtig erkannt wurden oder dass sich bei Museumskatalogen die angegebene Technik mit dem Material nicht vereinen lässt (z.B. Emailtechnik mit Glaspaste – Email ist ein heißes Schmelzprodukt; Pasten werden kalt verarbeitet). Diese Unterscheidung zwischen Einlagen und Schmelz stellte auch die Primärherausforderung im letzten Abschnitt dar. Zur Lösung dieser Fragestellung war es notwendig, nahezu alle Artefakte persönlich unter dem Mikroskop zu studieren sowie Makroaufnahmen anzufertigen, um Details der Fertigungsschritte belegen zu können. Im Zuge der Forschungsreisen nach Athen, Kreta, Zypern, Kairo sowie nach Istanbul, Ankara, Kayseri, Malatya und Beirut konnten auch bislang verschollene Objekte wieder gefunden sowie fehlende Inventarnummern und Maßangaben ergänzt werden. Alle Artefakte werden - nach dem jeweiligen geographischen Gebiet - in übersichtlicher Tabellenform kurz vorgestellt, um dem Leser einen ersten Eindruck zu vermitteln. Ebenso wird im Zuge der Bestandsaufnahme auf die einzelnen Fundorte eingegangen. Abschliessend widmet sich die Arbeit der ursprünglichen Fragestellung nach dem Ideen- bzw. Technologietransfer. So wird zuerst das generelle erste Erscheinen jeder Technik beleuchtet, bevor es zur Gegenüberstellung der einzelnen Technikvarianten bzw. der angewandten Materialien kommt. Jede einzelne Untersuchung beginnt mit einer vergleichenden Tabelle, bevor es zu einer detaillierten Erörterung mit Auflistung der einzelnen Belege kommt. Aufgrund der Tatsache, dass viele Metallobjekte noch nicht richtig analysiert wurden, wird ebenso ein Augenmerk auf die anwendbaren Analysemethoden gelegt. Neben der Beschreibung der unterschiedlichen Verfahren wurde für das Kapitel der Tauschierungen auch eine Testreihe durchgeführt, für die zwei antike Artefakte untersucht wurden. Aufgrund dieser Untersuchungen sowie durch Gespräche mit Chemikern, Metallurgen und Goldschmieden konnten die optimalen Geräte für eine jede einzelne Fragestellung, die Technik betreffend, herausgefunden werden. Abschliessend wird ein Exkurs über die antiken Handelsverflechtungen angehängt, um das Transferthema abzurunden. Neben einer vergleichenden Chronologietabelle aller behandelten geographischen Bereiche werden auch Karten mit den Fundorten sowie bisher publizierte Analysewerte angegeben. Bei Artefakten wo Neudatierungen durch Kollegen vorgenommen wurden, befindet sich im Anhang das gesamte Fundmaterial dieses Kontextes. Ebenso ist ein Glossar und eine Liste mit Kontaktdaten der jeweiligen Museen beinhaltet. Band 2 setzt sich einerseits aus dem Katalogteil selbst zusammen, der wiederum nach den Techniken getrennt aufgebaut ist. Andererseits beinhaltet dieser den Tafelband mit zahlreichen Farb- und Makrobildern für technische Studien.

Schlagwörter in Deutsch

Metallurgie / Schmuck / Gold / Tauschierung / Granulation / Cloisonné / Champlevé / Email

Abstract in Englisch

This study with the title „Investigations concerning the Chronology of the Transfer of Ideas and Technologies“ set its goal to detect a transfer in the field of manufacturing technology concerning inlays, granulations as well as stone and glas settings, all adornment techniques of metallurgy. The geopraphic area under focus is the Aegean Area, Egypt, Anatolia as well as the Levantine Area and Mesopotamia. An important criterion for the building up of the chronology is the first appearance of each technique in each region under focus. The dissertation is built up of two volumes. Volume 1 deals first of all with the question, what could be understood under the termini „transfer of technology“. Beside that, attention is invited to the importance of the research of the technology transfer. After this it will be dealt with each region according to the order given above and with the actual problems of the research. Due to misunderstandings within the scholarly society special attention is given to the different definitions and termini within each technique. Beside that the main theories concerning the origin and the execution of each technique is discussed. A definition of the used metals and materials is also given as well as the method of production. Within this elaboration all artifacts found in the literature are presented. As it turns out, often the identification of the technique is wrong or is in heavy contrast to the mentioned material (for example: enamel technique with glas paste; enamel is a melted product and a paste is worked in cold state). This distinction was the main challenge within the last chapter. For answering this question it was necessary to investigate almost every artifact personally via microscope and to make macrofotos to record the steps of production. Due to the exploring expeditions to Athens, Crete, Cairo as well as to Istanbul, Ankara, Kayseri, Malatya and Beirut lost objects could be found and missing inventory numbers as well as measurements could be added. All artifacts are presented – after their geographic area – in a short table to give a first overfiew to the reader. Within this review all the findspots are also mentioned. Concluding, the study turns back to the primary question concerning the transfer of ideas and technologies. First it will be dealt with the general first appearance of each technique, before it will come to the comparison with each technique variation and materials. Every single investigation starts with a table before all details and artifacts will be mentioned. Due to the fact that many metal objects are not analysed till now, the different analysing methods will also be explained. Beside that, it was possible to start an experimental series for the inlay technique with two ancient test objects. Due to this experiments and discussions with chemists, metalurgists and goldsmiths it was possible to work out the optimal analysing methods for each question concerning the technique. Finally an excursus will be given about the ancient trade relations to complete the transfer discussion. Beside a comparable table of the chronologies of all geographic areas under focus, there are also maps with the find spots and published analyses of objects. For new dated artifacts the complete context material is given in the attachment. There is also a glossary and the contact details of all relevant museums. Volume 2 is splitted up in the catalogue itself, sorted after the techniques, and in the tables. This volume includes many colourfotos and macropictures for technical studies.

Schlagwörter in Englisch

metallurgy / jewellery / gold / metal into metal inlay / granulation / cloisonné / champlevé / enamel

Dokumentenart: Hochschulschrift (Dissertation)
AutorIn: Müller, Sandra
Titel: Untersuchungen zur Chronologie des Technologie- & Ideentransfers
Umfangsangabe: 825 S. : zahlr. Ill.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publikationsjahr: 2011
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Satzinger, Helmut
BeurteilerIn: Satzinger, Helmut
2. BeurteilerIn: Köhler, Christiana
Klassifikation: 08 Philosophie > 08.99 Philosophie: Sonstiges
AC-Nummer: AC08789883
Dokumenten-ID: 15852
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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