Universitätsbibliothek Wien

Protest und Konflikt in Ioannina im Spiegel der österreichisch-ungarischen Konsulatsakten (1908-1913)

Danek, Theodora (2011) Protest und Konflikt in Ioannina im Spiegel der österreichisch-ungarischen Konsulatsakten (1908-1913).
Diplomarbeit, Universität Wien. Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Schmitt, Oliver Jens

[img]
Vorschau
PDF
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved

Download (588Kb)
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29844.74810.581770-2
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29844.74810.581770-2

Link zu u:search

Abstract in Deutsch

Im Zentrum der Arbeit steht die Auseinandersetzung mit Formen der Meinungsäußerungen, die in österreichisch-ungarischen Konsulatsakten festgehalten wurden. Dabei handelt es sich um Berichte des Generalkonsulats in Ioannina im Zeitraum 1908-1913, einer politischen Umbruchszeit, die von Veränderungen innerhalb des Osmanischen Reiches geprägt war. Die untersuchten Berichte liegen im Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Wien) auf. Die Untersuchung widmet sich einer doppelten Fragestellung, wobei die Produktionsbedingungen der Primärquellen ebenso behandelt werden wie deren Inhalte. Die erste Ebene der Arbeit widmet sich der Frage, auf welche Art und Weise die österreichisch-ungarischen Konsuln von dem Gebiet, in dem sie tätig waren, berichteten. Dabei wird untersucht, welche Kategorien in ihrer Analyse der Bevölkerung und deren Tätigkeiten verwendet wurden. Die zweite Ebene der Arbeit betrifft das Themengebiet des Protests. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, auf welche Art politisch motivierte Meinungen und Anliegen ausgedrückt wurden. In Anlehnung an Charles Tilly wird untersucht, ob in den Berichten ein bestimmtes Repertoire an Protestformen aufscheint. Versammlungen und schriftlicher Protest können dabei als fester Bestandteil des Protestverhaltens festgestellt werden. Hinzu kommen jedoch auch schwer fassbare Formen des Protests, deren Verständnis von ihrer Interpretation abhängig ist. Die beiden Ebenen der Arbeit sind miteinander verwoben und werden stets hinterfragt. Insbesondere die Darstellungsweise in den Konsulatsberichten wird laufend thematisiert. Dabei wird deutlich, dass das Erzählte immer abhängig vom Erzählenden ist, dass also die dargestellten Handlungsformen von den Kategorien der Konsuln beeinflusst wurden. Die Arbeit versteht sich als Quellenkritik, deren Ziel vor allem auch darin besteht, Grenzen des Erkenntnisgewinns aufzuzeigen und die Möglichkeiten einer wissenschaftlichen Auswertung der Konsulatsquellen auszuloten.

Schlagwörter in Deutsch

Ioannina / Osmanisches Reich / Konsulat / Protest

Dokumentenart: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
AutorIn: Danek, Theodora
Titel: Protest und Konflikt in Ioannina im Spiegel der österreichisch-ungarischen Konsulatsakten (1908-1913)
Umfangsangabe: 92 S.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publikationsjahr: 2011
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Schmitt, Oliver Jens
BeurteilerIn: Schmitt, Oliver Jens
Klassifikation: 15 Geschichte > 15.70 Balkanstaaten
AC-Nummer: AC08709179
Dokumenten-ID: 15085
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

Urheberrechtshinweis: Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datennetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das österreichische Urheberrechtsgesetz; insbesondere sind gemäß § 42 UrhG Kopien und Vervielfältigungen nur zum eigenen und privaten Gebrauch gestattet. Details siehe Gesetzestext.

Dokument bearbeiten (nur für AdministratorInnen) Dokument bearbeiten (nur für AdministratorInnen)