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Use of antibiotics in prehistory

Fabsits, Tanja (2008) Use of antibiotics in prehistory.
Diplomarbeit, University of Vienna. Fakultät für Lebenswissenschaften
BetreuerIn: Wilfing, Harald

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DOI: 10.25365/thesis.1485
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29719.04779.818866-5

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Abstract in English

The prescription of tetracyclines as broad-spectrum antibiotics in the 1950’s led to the discovery that their use causes staining and fluorescence in calcifying tissues. In compact bone tetracycline labels osteons, which are actively mineralising at the time of administration. During the last 25 years several studies on human skeletal remains from Egypt, the Sudan and Jordan found that tetracycline consumption is not restricted to the 20th century. Thin sections of human femora revealed signs of in vivo tetracycline labelling from 200 BC to 1450 AD. In some cases high levels of tetracycline uptake have been assumed to correlate with low levels of infectious disease. Beer and/ or mouldy grain have been proposed as sources for the antibiotic. In this study 72 thin sections of 39 femora from the two populations 6B13 and 6G8 dating from the early Christian period (AD 550-850) in Lower Nubia were examined. 25 of 38 individuals (=65,79 %) show in vivo tetracycline labelling. A mean of 6,53 % labelled osteons were observed in labelled individuals. Differences in respect to sex are not significant, but there is a tendency towards increased labelling with age. The pattern of labelling suggests a sporadic consumption of limited amounts of tetracycline in both, 6B13 and 6G8, populations. Although specific pathological diagnoses are lacking, a beneficial effect of the ingested amount of tetracycline on the rate of infection is unlikely. A number of factors influencing availability and consumption of beer and (mouldy) grain, and thus tetracycline ingestion, in early Christian Sudanese Nubia are discussed. Furthermore it is hypothesised that differences in antibiotic uptake could not only be due to changes in political and religious systems, but also depend upon regional environmental differences and localised cultural variation on a small scale.

Schlagwörter in Englisch

antibiotics / tetracycline / Nubia / bone

Abstract in German

Die Verordnung von Tetrazyklinen als Breitbandantibiotika in den 1950-ern führte zu der Entdeckung, dass ihr Einsatz Verfärbungen und Fluoreszenzen in kalzifizierendem Gewebe hervorruft. In der substantia compacta markiert Tetrazyklin Osteone, die zur Zeit der Aufnahme des Antibiotikums aktiv mineralisieren. Während der letzten 25 Jahre konnten verschiedene Studien an menschlichen Skelettresten aus Ägypten, dem Sudan und Jordanien zeigen, dass sich der Konsum von Tetrazyklin nicht auf das 20. Jahrhundert beschränkt. Dünnschnitte menschlicher Femora ließen in vivo Tetrazyklin-Markierungen aus der Zeit zwischen 200 BC und 1450 AD erkennen. In einigen Fällen wurde angenommen, dass die hohen Level an aufgenommenem Tetrazyklin mit niedrigen Raten infektiöser Erkrankungen korrelierten. Bier und/oder schimmelndes Getreide wurden als Quelle des Antibiotikums diskutiert. In der vorliegenden Arbeit wurden 72 Dünnschnitte von 39 Femora von den Populationen 6B13 und 6G8 aus der frühen christlichen Periode (AD 550-850) des unteren Nubien untersucht. 25 von 38 Individuen (=65,79 %) zeigen in vivo Tetrazyklin-Markierungen. Bei Individuen, deren Knochen Spuren von Tetrazyklin enthalten, sind durchschnittlich 6,53 % der Osteone markiert. Unterschiede in Bezug auf Geschlecht und Alter sind nicht signifikant, aber es gibt eine Tendenz zu vermehrter Markierung mit steigendem Alter. Die Art der Markierungen lässt auf den sporadischen Konsum einer beschränkten Menge Tetrazyklin der Populationen 6B13 und 6G8 schließen. Obwohl spezifische pathologische Diagnosen nicht vorliegen, erscheint ein günstiger Effekt der aufgenommenen Mengen Tetrazyklin auf die Infektionsrate unwahrscheinlich. Eine Reihe von Faktoren, die das Vorhandensein und den Konsum von Bier und (schimmeligem) Getreide, und damit die Aufnahme von Tetrazyklin, im frühen christlichen unteren Nubien beeinflussen, werden diskutiert. Darüber hinaus wird vermutet, dass Unterschiede in der Antibiotika-Aufnahme nicht nur von Veränderungen der politischen und religiösen Systeme beeinflusst wurden, sondern auch von regionalen Umweltunterschieden und lokalen kulturellen Variationen im kleinen Rahmen abhängig waren.

Schlagwörter in Deutsch

Antibiotika / Tetrazyklin / Nubien / Knochen

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Fabsits, Tanja
Title: Use of antibiotics in prehistory
Subtitle: the prevalence of tetracycline labelled osteons in early Christian populations of Sudanese Nubia (550-850 AD)
Umfangsangabe: 123 S. : Ill., Kt.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Lebenswissenschaften
Publication year: 2008
Language: eng ... Englisch
Supervisor: Wilfing, Harald
Assessor: Wilfing, Harald
Classification: 30 Naturwissenschaften allgemein > 30.99 Naturwissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Number: AC07525196
Item ID: 1485
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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