Universitätsbibliothek Wien

Ferry Radax' Porträts über Friedensreich Hundertwasser

Taudes, Theresa (2010) Ferry Radax' Porträts über Friedensreich Hundertwasser.
Diplomarbeit, Universität Wien. Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Mörth, Otto

[img]
Vorschau
PDF
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved

Download (98Mb)
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30001.63614.803162-6
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30001.63614.803162-6

Link zu u:search

Abstract in Deutsch

Der österreichische Experimentalfilmer Ferry Radax ist vor allem durch „Sonne halt!“ bekannt geworden. Da sich die Erwähnungen in der Literatur meist nur auf ein paar seiner Werke beziehen und über sein restliches filmisches Schaffen nur wenig bekannt ist, wurde ein wesentlicher Teil der Arbeit verwendet, um Ferry Radax’ Lebensweg nach zu zeichnen. Das Hauptaugenmerk liegt auf den beiden Porträts über den Maler Friedensreich Hundertwasser, den er im Art Club, einem bekannten Künstlertreff der 50er Jahre, kennenlernte. Die Porträts entstanden mit einem Abstand von dreißig Jahren. Da das zweite Porträt Hundertwassers Lebensweg zeigen sollte, finden inhaltliche Übereinstimmungen in den beiden Filmen statt und es wurden gewisse Teile aus dem ersten Porträt im zweiten wiederverwendet. Der Aufbau ist jedoch komplett verschieden. Das erste Porträt zeichnet sich durch einen experimentellen Stil aus, in dem die Interviewform umgangen wird. Weiters sind viele Fotografien und Gemälde Hundertwassers zu sehen, die anhand visueller Effekte verziert wurden. Der zweite Film hingegen beinhaltet mehrere Interviews und fast keine Effekte. Außerdem sind weniger Fotografien und mehr Videoaufnahmen zu sehen. Aus der Korrespondenz geht hervor, dass es im Laufe der Dreharbeiten zum zweiten Film einige Diskrepanzen gab. Das größte Problem stellte der Streit zwischen Ferry Radax und Friedensreich Hundertwasser dar. Der Maler hatte sich danach geweigert, für den Film zur Verfügung zu stehen, gab dann aber doch ein ausführliches Interview. Während Hundertwasser im ersten Film noch vor der Kamera agierte und scheinbares Interesse an einem Film über seine Person hatte, sieht man ihn im zweiten nur in einigen Aufnahmen auf seinem Grundstück in Neuseeland und im Interview. Radax hatte wegen des Streits das Problem, dass er zu wenig Material von seiner Neuseelandreise mitbrachte und musste so einen wesentlichen Teil des Filmes anhand des später in Wien geführten Interviews und anhand von Archivaufnahmen fertigstellen. Das mangelhafte Material aus Neuseeland ist vor allem daran zu erkennen, dass eine Aufnahme im zweiten Film doppelt verwendet wurde. Die Fertigstellung des Filmes dauerte insgesamt zwei Jahre und konnte gerade noch rechtzeitig zu Hundertwassers 70. Geburtstag ausgestrahlt werden. Radax’ Werke zeichnen sich meist durch einen experimentellen Stil aus, den er im zweiten Hundertwasser-Film nicht beibehalten konnte. Doch trotz der Probleme, die die Entstehung des Filmes begleiteten, hat er ein Porträt gestaltet, das dem damaligen Schaffen und Leben des Künstlers gerecht wird.

Schlagwörter in Deutsch

Ferry Radax / Friedensreich Hundertwasser / Avantgardefilm / experimentelles Porträt / österreichische Filmgeschichte

Dokumentenart: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
AutorIn: Taudes, Theresa
Titel: Ferry Radax' Porträts über Friedensreich Hundertwasser
Umfangsangabe: 130, XXCVIII S. : Ill.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publikationsjahr: 2010
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Mörth, Otto
BeurteilerIn: Mörth, Otto
Klassifikation: 24 Theater, Film, Musik > 24.30 Film: Allgemeines
AC-Nummer: AC08535981
Dokumenten-ID: 13996
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

Urheberrechtshinweis: Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datennetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das österreichische Urheberrechtsgesetz; insbesondere sind gemäß § 42 UrhG Kopien und Vervielfältigungen nur zum eigenen und privaten Gebrauch gestattet. Details siehe Gesetzestext.

Dokument bearbeiten (nur für AdministratorInnen) Dokument bearbeiten (nur für AdministratorInnen)