Universitätsbibliothek Wien

Facebook - Veränderung des Alltags und der Kommunikationsgewohnheiten?

Sonnberger, Roman Karl (2011) Facebook - Veränderung des Alltags und der Kommunikationsgewohnheiten?
Magisterarbeit, Universität Wien. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Götzenbrucker, Gerit
Keine Volltext-Freigabe durch VerfasserIn.

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29080.08067.757454-8
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29080.08067.757454-8

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Abstract in Deutsch

Die vorliegende Arbeit behandelt die Frage, inwiefern der aktuell sehr weit verbreitete Social Network-Dienst Facebook einen Einfluss auf Alltag und Kommunikation der Menschen ausübt. Von Interesse sind dabei neben den Nutzern des Dienstes auch ehemalige Nutzer sowie Nichtnutzer, die sich in einem Umfeld bewegen, in dem Facebook grundsätzlich von Bedeutung ist. So sollte sich dem Phänomen von verschiedenen Sichtweisen genähert werden, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Der gleiche Anspruch einer umfassenden Beschäftigung wurde auch an die theoretische Herangehensweise gelegt. Da Facebook, und allgemeiner, Social Network Sites sowie Internet vergleichsweise sehr junge Phänomene sind, erfolgt nach einer grundsätzlichen Klärung der wichtigsten Begriffe eine Darstellung des Medienwandels, begonnen mit der Einführung der Schrift, um einen großen thematischen Rahmen zu spannen, innerhalb dessen die betrachteten aktuellen Entwicklungen zu verorten sind. Im Zuge dieser Betrachtung erfolgt eine Behandlung der sogenannten Mediumstheorie sowie des Konzepts der Mediatisierung. Vor diesem Hintergrund wird ein Überblick über vielfältige, ineinander verstrickte Entwicklungen wie jene von Computern, des Internets, der Digitalisierung und der Konvergenz gegeben und darüber hinaus versucht, einen Blick darauf zu werfen, inwiefern sich die Logik und Struktur von Computern und dem Internet gesellschaftlich und kulturell manifestieren könnten. Darauf folgt in einem ersten Annäherungsschritt an den empirischen Untersuchungsgegenstand eine überblicksmäßige Darstellung der Entwicklungen, die häufig mit der Bezeichnung Web 2.0 versehen werden. In einem zweiten Schritt erfolgt eine umfassende Darstellung von Social Network Sites, die, neben Aufbau und Funktionsweise, einzelne Teilaspekte, vor allem soziale Beziehungen, Identität und Privatsphäre, sowohl von theoretischer Perspektive, wie auch mittels Präsentation bisheriger Forschungsergebnisse, näher behandelt. Abschließend werden einige Punkte in einer kurzen theoretischen Zusammenfassung noch einmal herausgegriffen und näher diskutiert. Hier wird vor allem darauf verwiesen, dass Social Network Sites einerseits ein großes Potenzial im Hinblick auf bessere Verständigung zu eigen ist, dass dem aber auch in ihren Konsequenzen unklare Entwicklungen, verbunden mit Monopolisierung und Privatsphäre-Problematiken, entgegenstehen. Als Grundlage für die empirische Interpretation wird der symbolische Interaktionismus vorgestellt, außerdem erfolgt mit Rekurs auf die Begriffe des Mediums sowie des Technologiedeterminismus eine Diskussion darüber, inwieweit die theoretischen Positionen der Mediumstheorie und des symbolischen Interaktionismus miteinander vereinbar sind. Angenommen wird, dass sie sich in diesem Rahmen nicht ausschließen, da sie auf unterschiedliche Ebenen angewandt werden können. Die Konzeption der empirischen Untersuchung wurde bereits zu Beginn dargestellt. Um eine noch wenig explizit behandelte Thematik fassen zu können, wurde eine qualitative Vorgehensweise auf Basis von Leitfadeninterviews gewählt. Von Interesse waren dabei vor allem die Bedeutung von Facebook sowie die Auswirkung auf Kommunikationsgewohnheiten. Außerdem war von Interesse, ob auch Nichtnutzer indirekt von der weiten Verbreitung des Dienstes betroffen sind. Hier zeigt sich zum einen, dass es in keiner der untersuchten Gruppen nur einen üblichen Typ gibt, sondern – im Fall der Nutzer und ehemaligen Nutzer – relativ verschiedene Nutzungsweisen, welche die Vielseitigkeit des Dienstes wiederspiegeln. Bei allen Nutzern scheint Facebook jedoch einen mindestens soliden, bis hin zu sehr wichtigen Platz im Alltag gefunden zu haben, auch was Kommunikation betrifft. Durchaus werden auch andere Kommunikationsmittel von Facebook verdrängt. Nichtnutzer sehen eher Vorteile als Nachteile in ihrem bewussten Fernbleiben, bemerken aber, dass eine Facebook-Mitgliedschaft üblicherweise als gegeben vorausgesetzt werden dürfte und dass teilweise bestimmte Informationen indirekter und langsamer zu ihnen vordringen.

Schlagwörter in Deutsch

Facebook / Social Network Sites / Kommunikation / Alltag / Medienwandel

Abstract in Englisch

Topic of this thesis is the question, in which way the popular Social Network Site Facebook influences the life of people, with a focus on everyday life and communication. Not only users of Facebook, but also former and non-users are in the focus of interest. The theoretical part begins with a discussion of relevant terms and then deals with the development of media environment in general, mainly based on the medium theory. It then gives an overview over the interconnected technical evolution of computers, internet, digitalization and convergence as well as a glimpse on possible cultural aftermaths. The second part of the theoretical reflection gives an overview of the topic Web 2.0 and then examines Social Network Sites with regard to social relationships, identity and privacy. In a brief theoretical summary distinct topics are discussed. Above all, the undeniable potential, but also the ambivalent development such as monopolization and privacy concerns. Subsequently a presentation of the Symbolic Interactionism, which serves as basis for the interpretation of the empirical outcomes, is introduced. On basis of the terms of the medium and technology determinism, the suitability of the, not necessarily congruent, medium theory and the symbolic interactionism with regard to the theoretical and empirical part of this study is discussed. In the course of the empirical section of this thesis, a qualitative approach, based on guided interviews was chosen. Outcomes suggest, that there are many different patterns people use in their interaction with Social Network Sites. But it seems, that Facebook has established itself as important part in the everyday life and has influenced communicational habits of its users. Non-users point out, that advantages outweigh the disadvantages of not being part of the community, but it seems, that in many cases a Facebook membership is being taken for granted. Nonetheless some information seems to get through to non-users delayed and more indirectly.

Schlagwörter in Englisch

Facebook / social network sites / communication / everyday lis

Dokumentenart: Hochschulschrift (Magisterarbeit)
AutorIn: Sonnberger, Roman Karl
Titel: Facebook - Veränderung des Alltags und der Kommunikationsgewohnheiten?
Umfangsangabe: 308 S.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publikationsjahr: 2011
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Götzenbrucker, Gerit
BeurteilerIn: Götzenbrucker, Gerit
Klassifikation: 05 Kommunikationswissenschaft > 05.38 Neue elektronische Medien
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft
AC-Nummer: AC08493610
Dokumenten-ID: 13906
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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