Universitätsbibliothek Wien

Gesundheitspraktische Texte im Spätmittelalter unter besonderer Berücksichtigung von Ortolf von Baierland und Regiomontanus

Mrkvicka, Katharina (2011) Gesundheitspraktische Texte im Spätmittelalter unter besonderer Berücksichtigung von Ortolf von Baierland und Regiomontanus.
Diplomarbeit, Universität Wien. Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Niederkorn, Meta
Keine Volltext-Freigabe durch VerfasserIn.

[img] PDF - Zur Anzeige nicht freigegeben
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved

-
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29288.11911.503355-2
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29288.11911.503355-2

Link zu u:search

Abstract in Deutsch

Schon im Mittelalter gab es eine Vielzahl von Texten, die sich mit medizinischen Fragen befassen. Vor allem im Früh- und Hochmittelalter handelte es sich dabei in erster Linie um Fachliteratur in lateinischer Sprache, die für die Studierenden und Gelehrten gedacht und aufgrund der sprachlichen Barriere auch vorbehalten waren. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll nun am Beispiel spezifischer Quellen gezeigt werden, wie es zur Herausbildung und Verbreitung von gesundheitspraktischen Texten kam, die für die Allgemeinheit bestimmt waren und was diese ausmacht. Im ersten Kapitel werden zunächst Gesundheit und Krankheit in ihrem mittelalterlichen Kontext beleuchtet und die Ausbildungsmöglichkeiten heilkundiger Personen, die mit dem akademischen Studium auf der einen und den „niederen“ Heilberufen auf der anderen Seite relativ klar voneinander abgegrenzt waren, vorgestellt. Ausgehend von der Trennung von Theorie und Praxis, hat das folgende Kapitel Ortolf von Baierland und sein „Arzneibuch“ zum Thema. Es war der erste medizinische Fachtext in Volkssprache mit eigenem Werkcharakter. Mit besonderem Augenmerk auf die beiden im Arzneibuch enthaltenen Aderlasskapitel und deren spätere Rezeption gelegt. Obwohl ursprünglich für ausgebildete Wundärzte gedacht, wurden viele Abschnitte des Arzneibuchs für Laien adaptiert und neu herausgegeben. Anschließend wird der Kalender des Johannes Regiomontanus aus dem Jahre 1474 vorgestellt, der mitunter auch einen Abschnitt über den Aderlass enthält. Während dieser Kalender noch eher für ein Fachpublikum gedacht war, so wurden spätere Ausgaben so verändert, dass sie auch Laien ansprachen und für diese als praktische Ratgeber anwendbar waren. Das letzte Kapitel dieser Arbeit wird anhand eines Vergleichs zwischen dem Originalkalender Regiomontans und einer Ausgabe aus dem Jahr 1532 die Veränderungen aufzeigen. Es wurden dazu sowohl Inhalt als auch Gestaltung des Textes beleuchtet.

Schlagwörter in Deutsch

Mittelalter / Medizin / Arzneibuch / Kalender

Dokumentenart: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
AutorIn: Mrkvicka, Katharina
Titel: Gesundheitspraktische Texte im Spätmittelalter unter besonderer Berücksichtigung von Ortolf von Baierland und Regiomontanus
Umfangsangabe: 100 S. : Ill.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publikationsjahr: 2011
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Niederkorn, Meta
BeurteilerIn: Niederkorn, Meta
Klassifikation: 15 Geschichte > 15.33 Hoch- und Spätmittelalter
AC-Nummer: AC08471547
Dokumenten-ID: 13202
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

Urheberrechtshinweis: Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datennetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das österreichische Urheberrechtsgesetz; insbesondere sind gemäß § 42 UrhG Kopien und Vervielfältigungen nur zum eigenen und privaten Gebrauch gestattet. Details siehe Gesetzestext.

Dokument bearbeiten (nur für AdministratorInnen) Dokument bearbeiten (nur für AdministratorInnen)