Universitätsbibliothek Wien

"Eine Gratwanderung nach Gugging…"

Schwarz, Lisa (2010) "Eine Gratwanderung nach Gugging…".
Diplomarbeit, Universität Wien. Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Kitlitschka, Werner

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29751.64471.825365-7
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Abstract in Deutsch

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den psychiatrieerfahrenen Künstler aus Gugging. Die Werke der Gugginger Künstler werden im Kontext der Art Brut, der zeitgenössischen Kunst und der österreichischen Kultur positioniert. Es werden historische Entwicklungen, sowie aktuelle Tendenzen vermittelt. In einem theoretischen Teil über die Forschungslage zur Kunst psychisch Kranker werden die wichtigsten Autoren herausgehoben und ihre grundlegenden Positionen im Vergleich dargestellt. Neben Prinzhorn und Dubuffet spielen die Ansichten Navratils und Feilachers, die sich diametral entgegenstehen, eine wichtige Rolle. Während Navratil in den Zeichnungen seiner Patienten vordergründig ein Diagnoseinstrument sah, wurden derartige pathographische Analysen von Feilacher durch rein ästhetische Werte ersetzt. Sechs Kurzportraits stellen ausgewählte Gugginger Künstler der 2. Generation vor und lenken den Blick vom Entstehungsprozess hin zum Kunstwerk. Die Werke der Gugginger Künstler sind in die Art Brut einzuordnen. Da diese Kunstform strengen Regeln folgt, wird die Verwendung des Begriffes in Gugging oftmals in Frage gestellt. Generell wächst mit dem Ansehen der Gugginger Kunst auch die Skepsis gegenüber der Institution Gugging. Besonders in den letzten Jahren wurde immer wieder Kritik laut. Diese Kritikpunkte wurden in einem Kapitel herausgearbeitet. Außerdem wurde anhand von Ausstellungskatalogen versucht zu verdeutlichen, dass in der Forschung eine Tendenz zu erkennen ist, die sich vermehrt mit den künstlerischen Leistungen von psychisch kranken Frauen auseinandersetzt. Weitere Ausstellungskataloge wurden analysiert, um die Situation der literarischen Präsentation psychiatrieerfahrener Künstler darzustellen. Diese Arbeit legt ihr Augenmerk auf die nächste Generation der Künstler aus Gugging, die sich ebenfalls einen Platz in der Kunst sichern konnten. Am Ende stellt sich aber die Frage, ob sich die von Dubuffet intendierte Antinomie „Art Brut“ vs. „Art Culturel“ noch aufrecht halten lässt.

Schlagwörter in Deutsch

Gugging / Österreich / Art Brut

Dokumentenart: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
AutorIn: Schwarz, Lisa
Titel: "Eine Gratwanderung nach Gugging…"
Untertitel: Gugginger Kunst in zweiter Generation
Umfangsangabe: VI, 218 S. : Ill.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publikationsjahr: 2010
Sprache: ger ... Deutsch
BetreuerIn: Kitlitschka, Werner
BeurteilerIn: Kitlitschka, Werner
Klassifikation: 20 Kunstwissenschaften > 20.05 Kunst in Beziehung zu anderen Wissenschaftsgebieten
20 Kunstwissenschaften > 20.31 Bildende Künstler
20 Kunstwissenschaften > 20.70 Europäische Kunst: Allgemeines
AC-Nummer: AC08371667
Dokumenten-ID: 12475
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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