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Religiosity and fertility in Austria and the Netherlands

Berghammer, Caroline (2010) Religiosity and fertility in Austria and the Netherlands.
Dissertation, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Richter, Rudolf
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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29073.15469.155763-9

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Abstract in English

This cumulative dissertation studies three specific aspects of the relationship between religiosity and fertility in Austria and the Netherlands. Religious socialisation and fertility: transition to third birth in the Netherlands Although previous studies have demonstrated that religious people in Europe have larger families, the role played by religious socialisation in the context of contemporary fertility behaviour has not yet been analysed in detail. This contribution specifically looks at the interrelation between religious socialisation and current religiosity and their impact on the transition to the third child for Dutch women. It is based on data of the first wave of the Netherlands Kinship Panel Study (2002–2004) and uses event history analysis. The transitions to first, second and third birth are modelled jointly with a control for unobserved heterogeneity. The findings provide evidence for an impact of women’s current church attendance as well as religious socialisation measured by their fathers’ religious affiliation, when they were teenagers. A religious family background remains influential even when a woman has stopped attending church. The effects of religious indicators strengthen over cohorts. Moreover, the combined religious make-up of the respondent’s parents also significantly determines the progression to the third child. Family life trajectories and religiosity in Austria A growing body of research documents the persistent relevance of religiosity for partnership and reproductive behaviour in Europe. This study expands the current knowledge by analysing whole union and fertility trajectories—i.e. entering cohabitation versus direct marriage, non-marital childbearing, number of children, divorce—instead of focusing on single events as previous research did. It is based on data from the first wave of the Austrian Generations and Gender Survey (2008–2009) and includes 1,249 women and men aged 40–45 years. Using sequence analysis, respondents are first clustered around several template family life paths. Afterwards, the role of religiosity in following one rather than another path is ascertained with the help of multinomial logit regression. Four aspects—affiliation, mass attendance, self-assessed religiosity, and religious socialization—are considered. Compared to their less religious peers, religious people are more likely to choose direct marriage rather than prior cohabitation. Yet they prefer the latter option over more ‘adverse’ life paths involving non-marital childbearing, sequential cohabitation, and divorce. Permanent singlehood without children is equally widespread among both groups. Differences in religiosity play a minor role in explaining why people have two or three children, once they have decided to enter premarital cohabitation or to marry directly. Church attendance and childbearing: evidence from a Dutch panel study Prior research finds that religious people in Europe have larger families than their non-religious counterparts. To date, however, there is a lack of evidence on the causality of this link. This analysis studies whether having a child affects the parent’s level of church attendance on the one hand and whether the frequency of church attendance influences a person’s childbearing behaviour on the other hand. It is based on data from five waves of a large-scale Dutch panel survey, which span a substantial part of the respondents’ reproductive period (1987-2006). Contrary to findings from the United States, the results suggest a one-way influence: having a child does not lead to a change in church attendance but the level of church attendance impacts future childbearing. The effect of the frequency of church attendance at different times in life on fertility is examined in detail.

Schlagwörter in Englisch

religion / religiosity / fertility / births / Austria / Netherlands / demography / sociology of religion / family sociology

Abstract in German

Diese kumulative Dissertation untersucht drei Aspekte des Zusammenhangs zwischen Religiosität und Fertilität in Österreich und den Niederlanden. Religiöse Sozialisation und Fertilität: Übergang zum dritten Kind in den Niederlanden Obwohl empirische Studien zeigen konnten, dass religiöse Personen in Europa größere Familien haben, wurde die Rolle von religiöser Sozialisation im Kontext des heutigen Geburtenverhaltens bisher nicht eingehend untersucht. Dieser Beitrag richtet den Fokus auf den Zusammenhang zwischen religiöser Sozialisation und derzeitiger Religiosität und ihren Einfluss auf den Übergang zum dritten Kind für niederländische Frauen. Er basiert auf den Daten der ersten Welle der Netherlands Kinship Panel Study (2002-2004), welche mittels Ereignisanalyse ausgewertet werden. Die Übergänge zum ersten, zweiten und dritten Kind werden simultan modelliert, wobei für unbeobachtete Heterogenität kontrolliert wird. Die Ergebnisse belegen den Einfluss von derzeitiger Kirchgangshäufigkeit wie auch religiöser Sozialisation (gemessen durch das Religionsbekenntnis des Vaters als die Respondentinnen im Teenageralter waren). Selbst wenn Frauen den Kirchbesuch aufgegeben haben, bleibt ein religiöser Familienhintergrund wirksam. Die Effekte der religiösen Indikatoren verstärken sich über die Kohorten hinweg. Zudem determiniert die Zusammensetzung der Religionszugehörigkeit der Eltern die Übergangsrate zum dritten Kind. Familienlebenswege und Religiosität in Österreich Eine wachsende Anzahl an Studien dokumentiert die fortwährende Relevanz von Religiosität für Partnerschafts- und reproduktives Verhalten in Europa. Diese Untersuchung erweitert den derzeitigen Wissensstand indem sie gesamte Partnerschafts- und Fertilitätsbiographien betrachtet—d.h. unverheiratetes Zusammenleben versus direkte Heirat, uneheliche Geburten, Kinderzahl, Scheidung—anstatt sich, wie bisherige Studien, auf einzelne Übergänge zu beschränken. Sie zieht die Daten der ersten Welle des Österreichischen Generations and Gender Surveys (2008-2009) heran, welche 1.249 Frauen und Männer im Alter von 40-45 Jahren beinhalten. Mittels Sequenzanalyse werden die Befragten zunächst in mehreren Modell-Lebenswegen gruppiert. Anschließend wird die Rolle der Religiosität in der Wahl von Lebensweges unter Verwendung von multinomialer logistischer Regression geklärt. Vier Aspekte, nämlich Religionsbekenntnis, Kirchgang, religiöse Selbsteinschätzung und religiöse Sozialisation, werden einbezogen. Verglichen mit weniger religiösen Personen neigen religiöse eher dazu, direkte Heirat dem vorehelichen Zusammenleben vorzuziehen. Dennoch ist letzteres unter Religiösen vergleichsweise weit verbreitet, während als stärker abweichend wahrgenommene Biographien, welche durch eine unehelichen Geburt, Scheidung oder sequentielles uneheliches Zusammenleben gekennzeichnet sind, wenig prävalent sind. Dauerhafte Singles ohne Kinder kommen in beiden Gruppen ähnlich häufig vor. Wenn Personen sich entschieden haben, direkt zu heiraten, vermögen religiöse Unterschiede nicht zu erklären, warum Personen zwei oder mehr Kinder haben. Dies gilt auch für die Gruppe derer, die vor der Ehe eine uneheliche Lebensgemeinschaft eingegangen sind. Kirchgang und Geburten: Erkenntnisse aus einer niederländischen Längsschnittstudie Bisherige Forschungen belegen, dass religiöse Personen in Europa eine höhere Kinderzahl haben als nichtreligiöse. Doch in welche Richtung geht der Einfluss? Diese Studie untersucht einerseits die Frage, ob die Geburt eines Kindes die Kirchgangshäufigkeit seiner Eltern beeinflusst und andererseits, ob die Frequenz des Messbesuchs eine höhere Kinderzahl erklären kann. Es werden fünf Wellen einer niederländischen Längsschnittstudie herangezogen, welche einen Großteil der reproduktiven Periode der Befragten umfassen (1987-2006). Im Gegensatz zu Resultaten aus den USA, deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Geburt eines Kindes nicht in einer Veränderung des Kirchgangs resultiert. Dementgegen beeinflusst die Kirchgangshäufigkeit jedoch die Kinderzahl. Auf den Effekt der Kirchgangshäufigkeit zu verschiedenen Zeitpunkten im Lebenslauf auf die endgültige Kinderzahl wird eingehend Bezug genommen.

Schlagwörter in Deutsch

Religion / Religiosität / Fertilität / Geburten / Österreich / Niederlande / Demographie / Religionssoziologie / Familiensoziologie

Item Type: Hochschulschrift (Dissertation)
Author: Berghammer, Caroline
Title: Religiosity and fertility in Austria and the Netherlands
Umfangsangabe: 118 S. : graph. Darst.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2010
Language: eng ... Englisch
Supervisor: Richter, Rudolf
Assessor: Richter, Rudolf
2. Assessor: Verwiebe, Roland
Classification: 71 Soziologie > 71.21 Familie, Verwandtschaft
AC Number: AC08378823
Item ID: 12339
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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