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Is Austria wasting talent?

Smoliner, Stefanie (2010) Is Austria wasting talent?
Diplomarbeit, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Verwiebe, Roland

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DOI: 10.25365/thesis.11599
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29675.32060.850662-8

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Abstract in German

Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Ausmaß und den Ursachen unterschiedlichen Arbeitsmarkterfolgs von MigrantInnen und Personen mit Migrationshintergrund verglichen mit ÖsterreicherInnen ohne Migrationshintergrund. Die theoretische Diskussion von Migrations- und Integrationstheorien zeigt, dass der individuelle Arbeitsmarkterfolg einen bedeutenden Push- und Pull-Faktor in der Migrationsentscheidung darstellt und für die Integration in die Aufnahmegesellschaft elementar ist. Im Zentrum der theoretischen Diskussion stehen drei bedeutende Arbeitsmarkttheorien: die Humankapitaltheorie, die den Arbeitsmarkterfolg als Folge der individuellen Ausstattung an arbeitsmarktrelevanten Fähigkeiten und Kenntnissen betrachtet; die Segmentationstheorien, die den Arbeitsmarkterfolg von Machtverhältnissen, institutionellen Faktoren und der selektiven Zuordnung zu bestimmten Teilsegmenten des Arbeitsmarktes abhängig machen und die Diskriminierungstheorien, die beruflichen Erfolg durch den systematisch unterschiedlichen Umgang mit Arbeitskräften aufgrund gewisser Gruppen-Merkmale (Geschlecht, Alter, Ethnie, etc.) erklären. Die Arbei kommt zu folgenden drei Hauptergebnissen: 1- MigrantInnen erreichen auf dem österreichischen Arbeitsmarkt schlechtere Arbeitsmarktpositionen als ÖsterreicherInnen ohne Migrationshintergrund Dies gilt für MigrantInnen aus den neuen EU-Ländern, Serbien, der Türkei oder den sonstigen Ländern. Personen dieser Herkunftsländer erreichen auch bei gleicher Bildungsausstattung wie die Vergleichsgruppe der ÖsterreicherInnen ohne Migrationshintergrund einen signifikant geringeren Arbeitsmarkterfolg. Zusätzlich deuten die Daten auf eine statische Diskriminierung dieser Personen auf dem österreichischen Arbeitsmarkt hin. Für ZuwanderInnen aus den alten EU-Ländern gilt dies nicht. Diese weisen durchgehend gleichwertige oder günstigere arbeitsmarktspezifische Verteilungen als die österreichischen Befragten auf. 2- Humankapitaltheoretische Faktoren leisten den größten Erklärungsbeitrag zum individuellen Arbeitsmarkterfolg Dies gilt sowohl für einheimische Arbeitskräfte ohne Migrationshintergrund als auch für Personen mit Migrationshintergrund oder MigrantInnen. Jedoch zeigt sich, dass Migration einen Effekt auf das Bildungskapital der Befragten hat und sich bei diesen Personen weniger als Prädiktor von Arbeitsmarkterfolg eignet als bei inländischen Arbeitskräften ohne oder mit Migrationshintergrund. Weiters zeigt sich, dass trotz gleichwertiger Bildungsqualifikationen ausländische Bildungsabschlüsse generell schlechter verwertet werden als inländische Bildungsabschlüsse und Bildungsabschlüsse von Personen aus den alten EU-Ländern generell besser transferiert werden können als die Qualifikationen von Personen aus Serbien, der Türkei oder den neuen EU-Ländern. 3- Zwischen den MigrantInnengenerationen ist die Tendenz einer gewissen „beruflichen Aufwärtsmobilität“ erkennbar MigrantInnen der zweiten Generation aus den alten EU-Ländern oder der sonstigen Ländern weisen keine von der Vergleichsgruppe der ÖsterreicherInnen signifikant unterschiedlichen Arbeitsmarktpositionen mehr auf. Personen der zweiten Generation der neuen EU-Länder, Serbien und der Türkei zeigen im Vergleich zu MigrantInnen der ersten Generation ihrer Herkunftsgruppe eine strukturelle Besserstellung hinsichtlich ihrer Arbeitsmarktpositionen. Dennoch üben diese Befragten weiterhin häufiger Jobs mit geringem Arbeitsmarkterfolg aus, auch bei gleicher formaler Bildungsausausstattung wie die ÖsterreicherInnen ohne Migrationshintergrund.

Schlagwörter in Deutsch

Migration / Integration / Arbeitsmarkt

Abstract in English

This diploma thesis focuses on the labour market success of migrants and their offspring on the Austrian labour market and compares their outcomes with the native-born population without migration background. The main intention of this project is thus to present differences in occupational attainments between the native-born population and migrants and to identify possible causes for ethnic inequalities on the labour market. The theoretical discussion of migration- and integration theories shows that labour market success is an important drive-factor for the decision to migrate and elementary for the process of integration into the receiving society. Three famous labour market theories are being discussed in the theoretical part of this paper: firstly human capital theory, which considers expenditures on training and education as investments to enhance individual labour market success; secondly segmentation theories, which highlight power structures, institutional factors as well as selectivity in the allocation process to different segments of the labour market as responsible for unequal occupational outcomes between people and thirdly discrimination theories, which focus on the fact that different people are being treated differently on the labour market because of certain group-characteristics such as age, gender or ethnic origin. Three main results can be identified from the analysis: 1- Labour market outcomes for immigrants are significantly below those of the native-born. This is true for immigrants born in the new EU-countries, Serbia, Turkey or any other country. Even if those people hold the same educational qualifications like the native-born without migration background their labour market success is significantly lower. In addition the results also indicate that these immigrants are exposed to statistical discrimination on the Austrian labour market. This is not true for people born in the old EU-countries who hold either equally comparable or even more favourable job positions than the native-born without migration background. 2- Individual labour market success is due in large part to human capital factors. This is true for the native-born population as well as for immigrants. But the results clearly show that migration has an effect on the educational credentials of immigrants. The link between personal education and occupation is by far weaker for immigrants than it is for the native-born population. Further, foreign middle or higher educational qualifications are significantly less rewarded on the labour market than native middle or higher educational qualifications and also the country where personal education has been acquired matters. Educational capital of people born in the old EU-countries can be better transferred to the Austrian labour market than educational capital acquired in Serbia, Turkey or any other country. 3- The findings show evidence of occupational mobility between first- and second generation immigrants. Second generation migrants from the old EU-countries and “other” countries do not show significantly different labour market success compared with the native-born without migration background. Second generation migrants from the new EU-countries, Serbia or Turkey show better and more stable labour market outcomes compared with first generation immigrants of their origin group. Nevertheless, the results of the multivariate analysis point out that these people can be still found more often in positions with low labour market success than the native-born without migration background, even if education levels are the same.

Schlagwörter in Englisch

migration / integration / labour market

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Smoliner, Stefanie
Title: Is Austria wasting talent?
Subtitle: eine Forschungsarbeit über den Arbeitsmarkterfolg von MigrantInnen und ihren Nachkommen in Österreich
Umfangsangabe: 162 S.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2010
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Verwiebe, Roland
Assessor: Verwiebe, Roland
Classification: 71 Soziologie > 71.61 Diskriminierung
71 Soziologie > 71.62 Ethnische Beziehungen
71 Soziologie > 71.10 Sozialstruktur: Allgemeines
AC Number: AC08349503
Item ID: 11599
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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