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Is Japanese colonization unique

Chang, Yung Yung (2010) Is Japanese colonization unique.
Masterarbeit, Universität Wien. Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Weigelin-Schwiedrzik, Susanne

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30011.97869.595162-8
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Abstract in Englisch

During the last decades, the issue of regional cooperation has gradually emerged as a dominant feature around the world. The European Union (EU) is, especially, a prominent leading group in terms of the promotion of regional cooperation. On the contrary, the East Asian region is lagging far behind the EU in terms of regional integration. However, while the theme of East Asia regionalism and integration is under intensive discussion, it should not be disregarded that Japan in the 20th century did try to create a form of regionalism in East Asia, in spite of the fact that measure and purpose at that time were quite different and might be seen controversial nowadays. Japan was once the dominant force in East Asian regionalism. In the early 20th century, Japan emerged as the supreme power in East Asia and as a challenger to the European-centered colonial order. The imperialism and colonialism conducted by Japan not only politically symbolized the changing of the balance of power in Asia, but also economically formed its own pattern of development as a model for East Asian regions. Accordingly, in the period of post-colonization and afterwards, when discussing the East Asian economic growth miracle (Four little Tigers and so on) or the feasibility of further East Asian integration, Japan’s colonial legacy and its influences should be seriously taken into account. Therefore, it is fruitful to probe Japanese colonialism and Japan’s approach to regional integration to excavate the singularity of Japanese colonization. This paper would like to focus on the uniqueness of Japanese colonization and will analyze it not only from the resultant side of Japan’s colonization, but also from the strategic side, in order to further emphasize how Japan stood out as a singular colonial power among all the other Western colonizing powers. From the very first colonial experiences derived from Taiwan and Korea to the building of Manchukuo and further expansion to Southeast Asia, Japanese colonization performed in a way not just getting involved in fulfillments of economic interests or extractions but also sublimating its intention to an ideal of promoting the Pan-Asianism concept. In order to clarify the hypotheses that, first, Japanese expansion and colonialism were unique in being the first attempt at Asian integration after a Sino-centered tributary system; and second, Japan’s uniqueness was presented both in terms of economic achievements in its colonies and its ambitious strategies toward its own empire building, this paper is aimed at sorting out the factors that formed the singularity of Japanese colonization and its overall colonial impacts left in the East Asian region for further development or integration. I will consider and discuss Japan’s Asia or Japanese colonization from basically three perspectives: first, economic development and social change, with concentration on the case of colonial Taiwan. Secondly, the Japanese ambitious vision of East Asian regionalism will be discussed. To consider the relationship between war, nationalism, and anti-colonialism, emphases will be put on building the Manchu State and the Greater East Asia Co-prosperity Sphere. Japan’s attempt for further political integration will also be taken into account. The last part tries to analyze Japanese control over Asia from a broader point of view by concentrating on regional dynamics and regional ties to the world. In other words, the third part will be the evaluation of Japanese colonial influences on East Asia’s further regional integration.

Schlagwörter in Englisch

Japan / Asia / Colonization / Integration

Abstract in Deutsch

In den letzten Jahrzehnten wurde die Thematik von regionaler Kooperation zu einem bedeutenden Faktor auf der ganzen Welt. Die Europäische Union (EU) steht prominent an der Spitze bei der Förderung von regionaler Kooperation. Auf der anderen Seite hinkt die Region Ostasien in Bezug auf regionale Integration hinterher. Während das Thema eines ostasiatischen Regionalismus und Integration intensiv diskutiert wird, sollte man nicht vergessen, dass Japan im 20. Jahrhundert versucht hatte, eine Form von Regionalismus in Ostasien zu schaffen, trotz der Tatsache, dass die damaligen Mittel und Ziele sehr unterschiedlich waren und in der Gegenwart kontrovers erscheinen. Japan war einmal der dominante Akteur im Rahmen des ostasiatischen Regionalismus. Im frühen 20. Jahrhundert war Japan die führende Macht in Ostasien und forderte die europäisch-zentrierte koloniale Ordnung heraus. Der japanische Imperialismus und Kolonialismus symbolisierten nicht nur eine Änderung der Kräfteverhältnisse in Asien, sondern formte eigene ökonomische Muster der Entwicklung, die als Model für die Regionen Ostasiens dienten. Daher muss man in der Diskussion des Wirtschaftswachstums in Ostasien (Vier kleinen Tiger etc.) in der postkolonialen Phase und danach, und in der Frage der stärkeren Integration Ostasiens, das koloniales Erbe Japans und dessen Einflüsse berücksichtigen. Es erweist sich als fruchtbar den japanischen Kolonialismus und Japans Zugang zu regionaler Integration zu untersuchen und die Besonderheit von Japans Kolonisation zum Vorschein zu bringen. Diese Arbeit legt den Focus auf die Einzigartigkeit der japanischen Kolonisation und will nicht nur die Folgen analysieren, sondern auch dessen strategische Seite beleuchten, um deutlich zu machen wie sich Japan dabei von den anderen westlichen Kolonialmächten unterschieden hat. Ausgehend von den ersten Erfahrungen bei der Kolonisierung von Taiwan und Korea bis zur Gründung von Manchukuo und der weiteren Expansion nach Südostasien, konzentrierte sich die japanische Kolonisation nicht nur auf wirtschaftliche Interessen oder Ausbeutung, sondern festigte auch seine Absicht, ein Pan-Asiatisches Konzept zu fördern. Die Arbeitshypothesen sind: erstens, das die japanische Expansion und Kolonisation in dem Sinne einzigartig waren, dass sie den ersten Versuch einer asiatischen Integration nach dem sino-zentrierten Tributsystem darstellen; zweitens Japans Einzigartigkeit zeigt sich sowohl in den wirtschaftlichen Entwicklungen innerhalb seiner Kolonien als auch in seinen ambitionierten imperialen Strategien. Diese Arbeit versucht die Faktoren fest zu machen, die die Einzigartigkeit der japanischen Kolonisation ausmachten und welche Einflüsse diese auf die Entwicklung der ostasiatischen Integration hatten. Ich möchte Japans Asien oder die japanische Kolonisation von drei Seiten her betrachten und diskutieren: erstens, die wirtschaftliche Entwicklung und sozialer Wandel, mit dem Schwerpunkt auf dem Beispiel des kolonialen Taiwans. Zweitens wird die ambitionierte japanische Version eines ostasiatischen Regionalismus diskutiert. Um die Beziehungen zwischen Krieg, Nationalismus, und Anti-Kolonialismus zu untersuchen, wird der Schwerpunkt auf den Aufbau des Manchu Staates und der „East Asia Co-prosperity Sphere“ gelegt. Seine darüber hinausgehenden Versuche einer politischen Integration werden ebenso berücksichtigt. Der letzte Teil versucht Japans Kontrolle über Asien von einem breiteren Gesichtspunkt aus zu untersuchen mit einer Konzentration auf regionaler Dynamik und regionaler Verbindungen zur globalen Ebene. Mit anderen Worten, der dritte Teil wird eine Evaluation der japanischen kolonialen Einflüsse auf Ostasiens regionale Integration darstellen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die japanische Kolonisation in Hinsicht auf Entwicklung, Modernisierung und regionaler Integration eine Besondere war; allerdings bedeutet dies nicht eine Zustimmung oder Rechtfertigung der Methoden der Kolonisierung.

Schlagwörter in Deutsch

Japan / Asien / Kolonisation / Integration

Dokumentenart: Hochschulschrift (Masterarbeit)
AutorIn: Chang, Yung Yung
Titel: Is Japanese colonization unique
Untertitel: a prelude of East Asian regionalism
Umfangsangabe: IV, 115 S. : graph. Darst.
Institution: Universität Wien
Fakultät: Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publikationsjahr: 2010
Sprache: eng ... Englisch
BetreuerIn: Weigelin-Schwiedrzik, Susanne
BeurteilerIn: Weigelin-Schwiedrzik, Susanne
Klassifikation: 15 Geschichte > 15.80 Japan
15 Geschichte > 15.75 Asien: Allgemeines
89 Politologie > 89.70 Internationale Beziehungen: Allgemeines
89 Politologie > 89.91 Imperialismus
AC-Nummer: AC08288918
Dokumenten-ID: 11570
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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