Universitätsbibliothek Wien

Der Dom von Arezzo

Schmidt, Carola Marie (2010) Der Dom von Arezzo.
Diplomarbeit, University of Vienna. Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Schwarz, Mario

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DOI: 10.25365/thesis.11229
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30294.52015.315163-6

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Abstract in German

Die vorliegende Arbeit “Der Dom von Arezzo - vergessene Architekturkonzeption in der Toskana“ widmet sich der Baugeschichte des Doms von Arezzo und dessen Position innerhalb der italienischen Gotik. Des Weiteren wird die Beziehung zu österreichischen Architektur behandelt. Nach einer Darstellung der Forschungsgeschichte, der Stadtgeschichte von Arezzo, der Geschichte der Toskana und Reichsitaliens folgt als Schwerpunkt der Arbeit eine chronologische Darstellung aller sechs Bauphasen der dreischiffigen Kirche. Besondere Beachtung erhält die erste Bauphase ab 1278, da die gemeinsame Verwendung eines 5/8-Chores mit geweiteten Fenstern und quadratischem Vorjoch sowie der gerade Abschluss der Seitenschiffe ein Novum in der Architektur der Toskana darstellen. Des Weiteren wird die neue Pfeilerform mit durchlaufenden Gurtträgern bis ins Gewölbe und der Pfeilerrhythmus selbst dargestellt. Für diese Bauphase werden Vergleiche zu S. Maria Novella in Florenz und S. Maria Sopra Minerva in Rom, Assisi, S. Martino al Cimino, dem Dom von Massa Marittima sowie Kirchen in Österreich angestellt und der Frage nach dem möglichen Architekten des Doms von Arezzo nachgegangen. Die in der Literatur angeführte Margarito d´Arezzo und Jacopo Tedesco konnten im Rahmen dieser Arbeit nicht als Architekten bestätigt werden. Das dritte Joch wird in der zweiten Bauphase errichtet und war, im Gegensatz zum ersten und zweiten Joch, ursprünglich nicht gewölbt. Als Hauptleistung der dritten Bauphase wird das Süd-Portal, das sowohl auf der Innenseite als auch auf der Außenseite mit Architektur- und Skulpturdekor versehen ist, dargestellt. Das Mauerwerk neben dem Portal kann aufgrund der Baufugen in die vierte Bauphase (1473 -1511) datiert werden. Die fünfte Bauphase bringt eine Umgestaltung des Innenraums mit sich – noch erhaltene mittelalterliche Objekte werden in der Arbeit kurz dargestellt und ihre ursprüngliche Position im Kirchenraum thematisiert. Als letzte Bauphase kann die Neugestaltung der Fassade zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Dante Vivani gesehen werden. Auf Basis von historischen Dokumenten wird weiters die finanzielle Beteiligung des Klerus durch Ablassbriefe, der Kommune durch Wachsspenden sowie der Bevölkerung durch Hinterlassenschaften und Stiftungen dargestellt.

Schlagwörter in Deutsch

Arezzo / Dom / Gotik / Italien

Abstract in English

The present thesis “The Cathedral of Arezzo – forgotten architectural concept in Tuscany” deals with the history of the cathedral of Arezzo and its position in the Italian Gothic period. Furthermore, the relation with relevant Austrian architecture will be analyzed. After a presentation of the research history, the history of the city of Arezzo, the history of Tuscany and imperial Italy (Reichsitalien) follows the main topic of this thesis, a chronological analysis of all six building phases of the church with tree naves. Special attention is given to the first building phase, due to the combination of a 5/8-apse with wide windows and a combination with a squared bay as well as the straight end of the two flanking aisles, which was then a novelty in the architecture of Tuscany. Furthermore, the new shape of the pillars, which feature continuing shafts leading to the vaults as well as the rhythm of the pillars, will be presented. For this construction phase comparisons will be made with S. Maria Novella in Florence, S. Maria Sopra Minerva in Rome, Assisi, S. Martino al Cimino, the cathedral of Massa Marittima and churches in Austria, and the question regarding the potential architect of the Cathedral of Arezzo will be raised. No evidence confirming Margarito d´Arezzo and Jacopo Tedesco who are frequently named in the academic literature as possible architects of the cathedral of Arezzo could be found. The third bay was built in the second building phase and was, in contrast to the first and second bay, primarily not vaulted. As the peak of the third building phase the south-portal will be presented, which is decorated inside and outside with architecture and sculpture décor. The walls next to the portal can be dated back to the fourth building phase (1473-1511), based on the analysis of a masonry seam. The fifth building phase brings a redesign of the interior. Conserved medieval objects get briefly presented and their original position in the cathedral is raised. The latest building phase is the redecoration of the facade by Dante Vivani and took place at the beginning of the 20th century. Based on the research of historical documents, the financing of the construction of the cathedral is enquired, including an analysis of the contribution of the clergy through letters of indulgence, of the municipality through wax donations, and of the general population through inheritances and donations.

Schlagwörter in Englisch

Arezzo / Cathedral / Gothic period / Italian

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Schmidt, Carola Marie
Title: Der Dom von Arezzo
Subtitle: vergessene Architekturkonzeption in der Toskana
Umfangsangabe: 153, V S.
Institution: University of Vienna
Faculty: Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publication year: 2010
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Schwarz, Mario
Assessor: Schwarz, Mario
Classification: 21 Einzelne Kunstformen > 21.60 Baugeschichte: Allgemeines
21 Einzelne Kunstformen > 21.70 Geschichte der Sakralbaukunst
21 Einzelne Kunstformen > 21.84 Innenarchitektur
15 Geschichte > 15.30 Europäische Geschichte in Mittelalter und Neuzeit: Allgemeines
AC Number: AC08265136
Item ID: 11229
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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