Universitätsbibliothek Wien

Bildungsgleichheiten in Österreich und Finnland

Fritsch, Nina (2010) Bildungsgleichheiten in Österreich und Finnland.
Diplomarbeit, University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften
BetreuerIn: Hörl, Josef
Keine Volltext-Freigabe durch VerfasserIn.

[img] PDF - Zur Anzeige nicht freigegeben
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved

-
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30250.86844.199770-6

Link zu u:search

Abstract in German

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungsungleichheiten unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses des kulturellen Kapitals der Familien (Bourdieu 1982; Bourdieu/Passeron 1971). Analysiert werden Leistungsergebnisse 15-jähriger Schüler und Schülerinnen im Kompetenzbereich Naturwissenschaften anhand der PISA Daten 2006. Zusätzlich behandelt die Studie einen Vergleich der Länder Österreich und Finnland. Die sozialwissenschaftliche Forschung hat in den letzten Jahren eindrücklich gezeigt, dass familiäres Kulturkapital einen entscheidenden Beitrag zur Erklärung von Bildungsungleichheiten leistet (vgl. Jungbauer-Gans 2006: 177; Aschaffenburg/Maas 1997; Kalmijn/Kraaykamp 1996; Rössel/Beckert-Zieglschmid 2002; DeGraaf et al. 2000; DiMaggio/Mohr 1985; Dumais 2002; Ganzeboom et al. 1990). In Einklang mit den bisherigen Befunden, unterstreichen die empirischen Ergebnisse dieser Arbeit den Zusammenhang von kulturellem Kapital und Leistungserfolg. Darüber hinaus prüft die Studie, ob das kulturelle Kapital den Einfluss der sozioökonomischen Herkunft auf den Schulerfolg vermittelt, oder vielmehr einen eigenständigen Effekt darstellt (Jungbauer-Gans 2004: 377). Das Cultural Reproduction Modell wird dem Cultural Mobility Modell gegenübergestellt (vgl. DiMaggio 1982; DeGraaf/DeGraaf 2006). Der Vergleich zeigt, dass diesbezüglich kein eindeutiges Ergebnis zu Tage gebracht werden kann (vgl. DiMaggio/Mohr 1985; DeGraaf et al. 2000). Während sich unter Berücksichtigung des kulturellen Kapitals vor allem der Einfluss der Bildungsvariablen abschwächt oder gänzlich abklingt, bleiben andere Faktoren der sozialen Herkunft (beispielsweise der sozioökonomische Status der Eltern) bestehen. Der Ländervergleich Österreich Finnland geht insbesondere der Frage nach welches Bildungswesen es besser vermag Ungleichheitsstrukturen entgegen zu wirken. Die empirischen Ergebnisse bestätigen, dass das finnische Schulsystem weniger sozial selektiv ist, wobei auch hier Ungleichheiten nach wie vor Bestand haben (vgl. Bacher 2007).

Schlagwörter in Deutsch

Bildungsungleichheit / Kulturkapital / Ländervergleich

Abstract in English

This thesis examines the correlation between the social background and educational inequalities, considering the special impact of parental cultural capital (Bourdieu 1982; Bourdieu/Passeron 1971). The analysis therefore is based on PISA data 2006; in particular on the science performance of 15-year old pupils. Furthermore the study includes the comparison between the countries Austria and Finland. Recent social research showed, that parental cultural capital is able to contribute to the explanation of educational inequalities at a high rate (e.g. Jungbauer-Gans 2006: 177; Aschaffenburg/Maas 1997; Kalmijn/Kraaykamp 1996; Rössl/Beckert-Ziegelschmid 2002; DeGraaf et al. 2000; DiMaggio/Mohr 1985; Dumais 2002; Ganzeboom et al. 1990). In accordance with these previous findings, the results of the present study confirm the assumed causality. In this context, it is additionally verified to which extent cultural capital can define the effects of parental socioeconomic status (Jungbauer-Gans 2004: 377). For that reason the cultural reproduction model is compared to the cultural mobility model (e.g DiMaggio 1982; DeGraaf/DeGraaf 2006). Neither the first nor the latter can clearly be accepted on PISA data 2006. Taking the cultural capital into account, it is shown that the effect of the socioeconomic status remains nearly constant, whereas the impact of the parental educational background considerably decreases. The comparison between Austria and Finland seeks to answer the question, which educational system can avoid inequalities more sustainably. Therefore Finnish students show significantly higher performances in science, whereas inequalities remain resistant at least to some extent (Ammermüller 2007).

Schlagwörter in Englisch

Bildungsungleichheit / Kulturkapital / Ländervergleich

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Fritsch, Nina
Title: Bildungsgleichheiten in Österreich und Finnland
Subtitle: eine Untersuchung zum Einfluss des kulturellen Kapitals auf naturwissenschaftliche Kompetenzen Jugendlicher anhand der PISA Daten 2006
Umfangsangabe: 119 S. : graph. Darst.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Sozialwissenschaften
Publication year: 2010
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Hörl, Josef
Assessor: Hörl, Josef
Classification: 71 Soziologie > 71.19 Sozialstruktur: Sonstiges
AC Number: AC08303461
Item ID: 10995
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

Urheberrechtshinweis: Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datennetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das österreichische Urheberrechtsgesetz; insbesondere sind gemäß § 42 UrhG Kopien und Vervielfältigungen nur zum eigenen und privaten Gebrauch gestattet. Details siehe Gesetzestext.

Edit item (Administrators only) Edit item (Administrators only)