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"Romans de la prostitution"

Lang, Roswitha (2010) "Romans de la prostitution".
Diplomarbeit, University of Vienna. Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Stiehler, Heinrich

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URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-29350.24323.131265-1
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Abstract in German

Die vorliegende Arbeit mit dem Titel „Romans de la prostitution: Eine Analyse der Fiktion in Bezug auf die historische Realität“ beschäftigt sich mit der Darstellung der Prostituierten in der französischen Literatur im Zeitraum von 1875 bis 1886. Grundlegend ist die Frage, ob die käufliche Liebe ein typisch naturalistisches Sujet sei. Dazu werden historische Voraussetzungen und mögliche Vorbilder der literarischen Figuren eingehend besprochen. Auch der Einfluss wissenschaftlicher Texte wird nicht außer Acht gelassen. Anhand von fünf Texten ausgewählter Naturalisten (Paul Alexis, Émile Zola, Guy de Maupassant, Paul Adam, Adolphe Tabarant) werden die Orte der käuflichen Liebe und bestimmte Motive, die sich in den Texten wiederholen, anhand von Zitaten veranschaulicht und mit den Gegebenheiten der damaligen Zeit verglichen: Verschiedene Arten von Bordellen und illegale Formen der Prostitution werden erklärt. Zu den Motiven zählen die Namensgebung der Prostituierten, ihre Liebhaber, Abwendung von den Männern und lesbische Beziehungen, „typische“ Eigenschaften, Mutterschaft, Reglementierung, Krankheit und Tod, Religion, sowie irreale Elemente. Die Frage nach der Erzählperspektive lässt Schlüsse hinsichtlich der Darstellung der Dirne als Antiheldin und weiters der Moralvorstellungen der Dirnen und der Autoren zu. Ein letztes Kapitel widmet sich der Prostitution als einem Sujet der Malerei. Dabei wird versucht, die Sichtweise des Malers zu untersuchen. Fünf Werke von Edgar Degas, Henri de Toulouse-Lautrec und Edouard Manet werden vorgestellt und anschließend interpretiert. In Bezug auf Manet und Zola wird besonderes Augenmerk auf das Phänomen der Intermedialität zwischen Nana-Bild und Nana-Text gelegt. Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung der Prostituierten in Literatur und Bildender Kunst sind Gegenstand der abschließenden Besprechung. Ab den 1870er Jahren vollzog sich in Frankreich ein Wandel weg von den maisons de tolérance (staatlich akzeptierte Bordelle) mit strenger Reglementierung hin zu einer vermehrten illegalen Prostitution. Einfache Straßenprostituierte, die in ihrer ganzen Misere repräsentiert werden, stehen im Zentrum des Interesses. Diese Problematik spiegelt sich in den Texten La Fin de Lucie Pellegrin (Paul Alexis), Nana (Émile Zola), La Maison Tellier (Guy de Maupassant), Chair Molle (Paul Adam) und Virus d’amour (Adolphe Tabarant) wider.

Schlagwörter in Deutsch

Französische Literatur / Naturalismus / Prostitution im 19. Jahrhundert / Prostitutionsromane / Prostitution als Sujet der Malerei

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Lang, Roswitha
Title: "Romans de la prostitution"
Subtitle: eine Analyse der Fiktion in Bezug auf die Realität im 19. Jahrhundert
Umfangsangabe: 134 S. : Ill.
Institution: University of Vienna
Faculty: Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publication year: 2010
Language: fre ... Französisch
Supervisor: Stiehler, Heinrich
Assessor: Stiehler, Heinrich
Classification: 17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.71 Literaturgeschichte
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.23 Französische Literatur
20 Kunstwissenschaften > 20.89 Kunstgeschichte: Sonstiges
AC Number: AC08183043
Item ID: 10539
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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