Universitätsbibliothek Wien

"Es ist der Geist, der sich den Körper baut."

Bors, Albert (2010) "Es ist der Geist, der sich den Körper baut.".
Diplomarbeit, University of Vienna. Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
BetreuerIn: Egger, Irmgard

[img]
Preview
PDF
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved

Download (690Kb)
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30060.34563.513369-2
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30060.34563.513369-2

Link zu u:search

Abstract in German

In der vorliegenden Arbeit werden die anthropologischen Konzepte Schillers an der Hohen Karlsschule zu Stuttgart einer Analyse unterzogen. Die von ihm festgestellte psychophysische Doppelnatur des Menschen wird in ausgewählten Dramen (Die Räuber, Die Verschwörung des Fiesko zu Genua, Wallenstein-Trilogie) werkimmanent nachgewiesen. Im Kapitel Körper und Seele: die Anthropologie des 18. Jahrhunderts wird der Wandel des Anthropologiebegriffs bis zum 18. Jahrhundert beleuchtet. Die cartesianische Substanzentrennung und die Diskussion über das commercium mentis et corporis bilden den Ausgangspunkt der Analyse der Schillerschen Streitschriften. Im Kapitel Körper und Seele auf der Bühne: Die Räuber wird der literarischen Umsetzung des anthropologischen Konzepts nachgegangen. Einerseits wirkt der Körper auf die Seele, andererseits spiegeln sich seelische Befindlichkeiten im Körperlichen. Dies entspricht der Theorie des Influxus, welche Schiller im Rahmen seiner Dissertationen ausführt. Im Kapitel Die Verschwörung des Fiesko zu Genua wird die mehrdimensionale Persönlichkeitsstruktur Fieskos beleuchtet. Dieser befindet sich in einem Spannungsverhältnis, da er in mehrere einander ausschließende Richtungen strebt. Parallel zu den Räubern misshandelt die tierische Natur die geistige bzw. die geistige die tierische. Darüber hinaus wird ein weiteres anthropologisches Thema eröffnet: die manipulierende Aufmerksamkeit. Verschiedene, häufig durch äußeren Anstoß aufgerufene und aktualisierte Vorstellungen lösen einander als Zielvorstellungen ab, was zu radikalen Kehrtwendungen im Handeln Fieskos führt. Im Kapitel Wallenstein wird der Hauptprotagonist als gemischter Charakter dargestellt. Das System des Influxus tritt in Form eines Geist-Natur-Gegensatzes auf, welchen die Figur Wallenstein als Belastung erlebt. Besondere Beachtung findet die Misshandlung der tierischen Natur durch die geistige in Form der Abhängigkeit Wallensteins von der Astrologie.

Schlagwörter in Deutsch

Schiller / Anthropologie / Karlsschuljahre / Theoretische Schriften

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Bors, Albert
Title: "Es ist der Geist, der sich den Körper baut."
Subtitle: Anthropologie und Literatur bei Friedrich Schiller
Umfangsangabe: 108 S.
Institution: University of Vienna
Faculty: Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Publication year: 2010
Language: ger ... Deutsch
Supervisor: Egger, Irmgard
Assessor: Egger, Irmgard
Classification: 17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen
08 Philosophie > 08.36 Philosophische Anthropologie
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur
AC Number: AC08175948
Item ID: 10460
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

Urheberrechtshinweis: Für Dokumente, die in elektronischer Form über Datennetze angeboten werden, gilt uneingeschränkt das österreichische Urheberrechtsgesetz; insbesondere sind gemäß § 42 UrhG Kopien und Vervielfältigungen nur zum eigenen und privaten Gebrauch gestattet. Details siehe Gesetzestext.

Edit item (Administrators only) Edit item (Administrators only)