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Effects of gender and personality on practical performance of human-dog dyads

Aliabadi, Ifa (2010) Effects of gender and personality on practical performance of human-dog dyads.
Diplomarbeit, University of Vienna. Fakultät für Lebenswissenschaften
BetreuerIn: Kotrschal, Kurt

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DOI: 10.25365/thesis.10082
URN: urn:nbn:at:at-ubw:1-30420.37771.752770-7

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Abstract in English

If humans and dogs are social partners, their interactions and performance as a team in an operational challenge should be affected, among other factors, by their personalities and their sex/gender combination. To explore this idea, we collected data at a fun-agility competition in Steyr (Upper Austria) in May 2007. Twenty-seven human-dog dyads (11 male and 16 female owners; 8 male and 19 female dogs, most of them of the dog breed “Eurasier”; www.eurasier-club-austria.at) were videotaped during mastering a fun-agility parcours as a team. Saliva samples for the analysis of cortisol were taken before and after. Questionnaires answered by the owners included the NEO-FFI personality test and an attitude-towards-dog scale. Videos were behaviour-coded with THE OBSERVER (Noldus). Principal component analysis (PCA) served to extract dimensions from the attitude questionnaire and data were analysed with GLMs. We found that owner gender and dog sex as well as personality of both partners affected dyadic performance in the agility parcours and salivary cortisol also. For example, male owners controlled their dogs more by holding them (restraining them physically) than female owners and male dogs were more controlled by holding than female dogs, independent of owner gender. Human partners in successfully performing teams praised their dogs more, held (physically restrained) them less and dogs were closer to their human partners than dogs in less successfully performing teams. We also found effects of the cortisol level, e.g. female dogs had more increases of the cortisol level during the parcours because they perceived the parcours as play situation and male owners had a higher decrease of the cortisol level because they had more stress than female owners. Also the personality of the owner had an effect on the interactions style: neurotic owners had a close attachment to their dogs and so they used more the verbal communication than the control by the leash during the parcours. Extraverted owners saw their dogs as companions during the practical task and so less hold behaviour was shown. By and large the human-dog dyads were separated into two groups: high and low performers. And there was an indication that owners, who saw their dogs a child, were worse than teams where the dog was seen as a companion.

Schlagwörter in Englisch

human-dog dyads / fun-agility parcours / interactions / gender/sex / personality

Abstract in German

Meine Diplomarbeit beschäftigt sich mit den Interaktionen zwischen Mensch und Hund in verschiedenen Situationen: während eines Freizeit-Agility-Parcours, sowie einer Speichel- und Blutprobenentnahme. Diese Probennahmen dienten als Testsituation, sowie zur Bestimmung des Stresshormons Kortisol (aus Speichel). Als Basis diente die Studie von Kotrschal et al. (2009), die dieselben Methoden und statistischen Analysen verwendete, mit dem Unterschied, dass in deren Studie drei Treffen mit Besitzer und Hund notwendig waren und hier die Daten während eines nicht auf Wettbewerb ausgelegten Agility-Turniers im Rahmen des Jahrestreffens 2007 des Eurasier Club Austria gesammelt wurden. Die Fragestellung lautete, ob es Beziehungen zwischen den Persönlichkeiten, den Interaktionen und der Performance gab, wie es in der Studie von Kotrschal et al. (2009) gezeigt wurde. Dabei wurde besonders auf die Effekte geachtet, die die Persönlichkeit des Besitzers auf den Hund ausübte und somit die Qualität der Beziehung zwischen den beiden Partnern beeinflusste. Hier spielte auch das Geschlecht des Hundehalters, wie auch vom Hund selber eine wichtige Rolle. Mit Hilfe der Speichelproben konnten wir auch den Kortisol-Level während des Parcours feststellen mit der Frage, ob sie Geschlechtsunterschiede aufweisen würden. Außerdem gingen wir davon aus, dass es zwei unterschiedliche Gruppen von Teams gab: einige Teams hatten die Testsituation Parcours besser bewältigt als andere. Die Frage, die wir uns stellten, lautete: Was war der Unterschied? Welches Verhalten bzw. Interaktion war effizienter? Bei den zur Verfügung stehenden Daten handelte es sich um Fragebögen, Videoaufnahmen, aufgenommen in unterschiedlichen Situationen, sowie Blut- und Speichelproben. Ein allgemeiner Fragebogen, der nach den Grunddaten, d.h. dem Lebensumfeld von Hund und Besitzer, sowie die Einstellung des Halters zu seinem Hund hinterfragt (nach Johannson 1999) sowie NEO, ein standardisierter Fragebogen, der die Persönlichkeit des Halters ermittelt (NEO-FFI entwickelt von Costa und McCrae (1989) und von Borkenau und Ostendorf (1993) ins Deutsche übersetzt), waren vor dem Parcour auszufüllen. Insgesamt wurden von 63- Hund- Halter- Dyaden an diesem Wochenende Daten gesammelt. Effects of gender and personality on practical performance of human-dog dyads Ifa Aliabadi 8 Der Parcours, der von 27 Besitzer- Hunde- Paare bewältigt wurde, bestand aus mehreren Stationen, unter anderem aus einem zu durchlaufenden Schlauch, einem Slalom und Markierungen wo gewisse Befehle wie „Platz“ und „Sitz“ ausgeführt werden mussten. Diese Testsituationen wurden auf Video festgehalten. Nach der Bewältigung des Parcours wurde vom Hundebesitzer wiederum ein Fragebogen ausgefüllt, der sich auf die gestellten Aufgaben bezog. Die Speichelprobenentnahmen des Hundes und des Hundehalters wurden kurz vor bzw. nach dem Parcours abgenommen. Dabei musste der Besitzer 30 Sekunden lang ein steriles Stück Polypropylengewebe (Salivette, Company Sarstedt) kauen. Dem Hund wurde von seinem menschlichen Partner ein Wattestäbchen wiederum für 30 Sekunden in den Mund gehalten. Um den Speichelfluss des Hundes zu stimulieren, wurde ihm während dieser Prozedur Futter präsentiert. Diese Interaktion wurde zur späteren Verhaltensanalyse auf Video aufgenommen. Danach waren Fragen bezüglich der Speichelprobeentnahme zu beantworten. Mit Hilfe der Speichelproben konnten die Hormonwerte, vor allem Kortisol, vor und nach dem Parcour bestimmt werden. Von den Videos wurde Verhalten kodiert, um letztendlich die Qualität der Beziehung zwischen den zwei Partnern, d.h. die Synchronizität der Bewegungen und die Nähe bzw. Interaktionen zwischen Hund und Besitzer während einer Situation, in der sich der Besitzer auf die Bewältigung der Aufgabe konzentrieren musste, zu zeigen. Wie erwartet, gab es zwei Gruppen von Performers: Teams mit Erfahrungen mit Agility- Parcours hatten eine höhere Synchronizität mit ihrem Hund und zeigten eine bessere Performance als andere Teams. Das Geschlecht spielte hierbei keine Rolle. Weibliche Besitzer sprachen mehr mit ihrem Hund, Männer benützten häufiger die Leine. Außerdem gab es jene Besitzer, die ihre Hunde eher als Kind und nicht als Partner betrachteten und dies spiegelte sich negative in der Performance wieder. Männliche Besitzer hatten einen höheren Kortisol- Anstieg während des Parcours was ein Indiz für eine Stresssituation sein kann, weibliche Hunde hatten öfter einen Kortisol-Abfall. Dies könnte bedeuten, dass die Hündinnen den Parcours als Spielsituation gesehen haben. Auch die Persönlichkeit des Besitzers hatte Einfluss auf die Interaktionen: neurotische Besitzer sprachen mehr mit ihrem Hund und gebrauchten weniger die Leine, da neurotische Menschen eine starke Beziehung zu ihrem Hunden hatten. Auch extravertierte Besitzer, die ihren Hund als Partner betrachteten, benützten selten die Leine.

Schlagwörter in Deutsch

Mensch-Hund Dyaden / Fun-Agility Parcours / Interaktionen / Geschlecht / Persönlichkeit

Item Type: Hochschulschrift (Diplomarbeit)
Author: Aliabadi, Ifa
Title: Effects of gender and personality on practical performance of human-dog dyads
Umfangsangabe: 67 S.
Institution: University of Vienna
Faculty: Fakultät für Lebenswissenschaften
Publication year: 2010
Language: eng ... Englisch
Supervisor: Kotrschal, Kurt
Assessor: Kotrschal, Kurt
Classification: 42 Biologie > 42.66 Ethologie
AC Number: AC08191066
Item ID: 10082
(Das PDF-Layout ist ident mit der Druckausgabe der Hochschulschrift.)

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